Wirtschaftsmediation bei wirtschaftlichen Konflikten

In der Wirtschaft treffen viele Menschen und damit viele unterschiedliche Interessen aufeinander. Darin liegt oft der Keim eines Konflikts. Entstehende Konflikte können interner Natur sein, zum Beispiel zwischen Mitarbeitern untereinander oder Mitarbeitern und Führungskräften, den Gesellschaftern untereinander oder zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat. Auch außerhalb eines Unternehmens gibt es ein hohes Konfliktpotential. Fusionen, Zusammenarbeit mit Subunternehmern, Kunden, Lieferanten usw. können Konfliktsituationen erzeugen, welche dann häufig von Gerichten geklärt oder beendet werden müssen. Jedoch muss eine Konfliktbeendigung nicht gleichbedeutend mit einer Konfliktbeilegung sein. Ein Richterspruch trägt nicht zwingend zur Zufriedenheit aller beteiligten Parteien bei. Langjährige erfolgreiche Beziehungen können daran zerbrechen, und somit sogar die Unzufriedenheit beider Parteien erzeugen.

Ein Lösungsweg, welcher sich nicht alleine auf die Anspruchsgrundlage bezieht, sondern individuellere gemeinsame Interessen der beteiligten Parteien berücksichtigt, etablierte sich in Deutschland seit 1990 zunehmend durch die Mediation. Die Mediation ermöglicht in Eigenverantwortlichkeit der Konfliktparteien eine außergerichtliche und einvernehmliche Einigung und damit Lösung des Konflikts zu realisieren. Hierbei beschränkt sich die Verantwortung des allparteiischen Mediators auf den Prozess. Der Inhalt wird von den Konfliktparteien selbst bestimmt. Ein besonderer Unterschied zu einem Gerichtsverfahren besteht darin, das eine Lösung zur Zufriedenheit beider Parteien dienen soll. Das erhöht die Chancen, dass Beziehungen zwischen den Konfliktparteien bestehen bleiben oder sich sogar nachhaltig verbessern. Wir von der TUDOR Detektei helfen dabei.

Darüber hinaus bietet eine Wirtschaftsmediation weitere Vorteile:

  • Einsparung bzw. Reduzierung der Verfahrens- und Konfliktfolgekosten.
  • Individuelle Interessen fließen in die Konfliktlösung ein.
  • Unbürokratische Verfahrensweise.Hohe Flexibilität des Verfahrens.
  • Ausschluss der Öffentlichkeit bzw. der Medien.
  • Schonung von Ressourcen in betrieblicher und personeller Sicht.

Vorteilhaft ist bei einer Mediation, dass die Lösung von den Parteien selbst entwickelt wird. Somit ist das Lösungsergebnis offen, was auch Voraussetzung für eine erfolgreiche Mediation ist. Weitere Voraussetzungen sind die Freiwilligkeit aller beteiligten Parteien und die absolute Verschwiegenheit aller Beteiligten.

Mediation schon vor einem Konflikt

In manchen Situationen bietet sich eine präventive Mediation an. Zum Beispiel können schon bei der Gründung eines Unternehmens mögliche zukünftige Konflikte durch Mediation geklärt werden. Sind mehrere Personen in eine Geschäftsgründung involviert, lassen sich bereits im Vorfeld durch eine präventive Mediation zur Zufriedenheit der beteiligten Parteien Regelungen finden, welche bei Uneinigkeiten greifen. So kann beispielsweise schon im Vorfeld das Ausscheiden von Gründungsmitgliedern fair geregelt werden.

Wir von der Detektei TUDOR gehen individuell mit Ihren Problemen um und suchen nach wirksamen Strategien. Treten Sie mit uns in Kontakt, werden wir Ihnen gerne alle gewünschten Informationen liefern.

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Wirtschafts-Mediation zwischen Arbeitnehmerin und Arbeitgeberin

Frau W. führt seit knapp 13 Jahren ein gutgehendes Kosmetikstudio. Seit über 5 Jahren beschäftigt sie eine Mitarbeiterin. Mit dieser war sie immer sehr zufrieden, da diese eine gute Ausbildung besaß und sich sehr motiviert und engagiert bei der Arbeit einbrachte. Als das Kosmetikstudio schlechte Umsatzzahlen zeigte, ließ die Studioinhaberin durch unsere TUDOR Detektive ihre Mitarbeiterin observieren. Ihren Verdacht mussten wir bestätigen: Die bisher so loyale Mitarbeiterin schien Kunden abzuwerben. In ihren privaten Räumlichkeiten arbeitete sie nun an diesen Kunden und verdiente in ihre eigene Tasche. Ein heftiger Streit entbrannte und Frau W. bat um Informationen über eine Mediation. Beide Parteien wollten nach Lösungsmöglichkeiten suchen.

Ablauf der Wirtschaftsmediation

1.) Einzeltermine:

Zuerst fand zwischen dem Mediator und Frau W. Ein diskretes Erstgespräch statt. Sie machte in diesem Gespräch deutlich, wie wichtig für sie die Mitarbeiterin war. Diese war im Laufe der Zusammenarbeit so gut wie eine Freundin geworden. Kunden waren von den Fähigkeiten und der Persönlichkeit der Mitarbeiterin mehr als nur begeistert. Durch die Mediation wollte sie retten was eventuell noch zu retten war. Ihr Ziel war nun eine weitere Zusammenarbeit möglich zu machen.

Noch am selben Tag trafen der Mediator und die Angestellte sich. Sie war über ihre eigene Vorgehensweise nicht stolz, wie sie reumütig erzählte. Aber sie war über ihre Chefin verärgert. Das Kosmetikstudio lief sehr gut und ständig wurden Preise für Behandlungen und Verkaufsartikel angehoben. Sie selbst bekam jedoch keine Gehaltserhöhung. Selbst bezeichnete sie sich als Verkaufsgenie, was auch Frau W. im Erstgespräch dem Mediator mitteilte. Im Grunde wollte sie nur auch ein Stück von dem „Kuchen“.

2.) Mediationsgespräche

Gleich zu Beginn war die Bereitwilligkeit beider Personen zur Versöhnung erkennbar für den Mediator. Sie bemühten sich sehr mit Niveau eine Lösung zu finden. Frau W. war sichtlich überrascht was wirklich in ihrer Angestellten vor sich ging. Sie selbst musste relativ schnell erkennen, wie alles auf ihre Mitarbeiterin wirken musste: Sie als Arbeitgeberin verdiente sich eine „goldene Nase“ an der Arbeit ihrer Angestellten. Die Studioinhaberin sparte auch mit Lob, was für ihre Mitarbeiterin frustrierend war.

3.) Ergebnisse der Wirtschaftsmediation:

Mit Hilfe des neutralen Mediators war es möglich, relativ schnell eine ideale Lösung für beide Parteien zu finden. Die Angestellte wollte nicht unbedingt in einer Selbstständigkeit arbeiten. Sie hatte gemerkt wie teuer dies auch für sie werden konnte. Frau W. war bereit den Stundenlohn attraktiv zu erhöhen. Für den Verkauf wurde die Gegenpartei nun prozentual beteiligt. Überstunden wurden nun ebenfalls angerechnet. Der Jahresurlaub wurde von 21 auf 24 Tage angehoben. Die Arbeitgeberin wollte auch über eine Teilhaberschaft nachdenken. Die Angestellte freute sich über diese positiven Veränderungen. Selbst entschuldigte sie sich mehrfach für ihr eigenes Handeln. Beide Parteien wollten nun einen Schlussstrich ziehen und neu beginnen.

Fazit

In den Mediationsgesprächen wurde der Studioinhaberin klar, wie wenig sie die Leistungen ihrer Angestellten würdigte. Dies obwohl ihr klar war, wie weniger lukrativ sich ihr Kosmetikstudio ohne der fähigen Mitarbeiter präsentieren würden. Beide Parteien hatten in der Mediation die Möglichkeit das eigene, fehlerhafte Verhalten zu überdenken. Über den Ausgang der Mediation waren beide erleichtert und erfreut. Dank der Mediation durften sie in eine gemeinsame, berufliche Zukunft blicken.

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