Früher Morgen, nebliger Dunst hängt noch in den Altstadtgässchen von Augsburg, im südwestbayrischen Bezirk Schwaben.
Die Berufsdetektive der bekannten Detektei - TUDOR bringen ihren Observationsbus in Stellung.
- Was aber wollen sie beobachten und vor allem wie?

- Für Außenstehende ist die Sache klar, ein Klempner, oder was auch immer,hat vor Ort zu tun. "Keine Gefahr, eine Alltäglichkeit" sagt das Unterbewusstsein!
Zwei langjährig erfahrene, selbstverständlich festangestellte Mitarbeiter des Hauses TUDOR, richten ihre Empfänger und Monitore ein. Die digitale Aufnahmetechnik wird einem Check unterzogen. Sicht nach außen ist für diese Art von Observation nicht erforderlich. Im Gegenteil, das nach allen Seiten geschlossene Fahrzeug unterstützt die Tarnung perfekt.
Viel ist auf den Bildschirmen der Beobachter noch nicht zu erkennen, denn die Räumlichkeiten in denen die Spezialisten der Detektei TUDOR einen Tag zuvor mehrere Kleinstfunkkameras verbaut haben, sind noch unbeleuchtet. Auf den Einsatz von Infrarottechnik kann in diesem Fall verzichtet werden, weil laut Auskunft des Auftraggebers zum relevanten Zeitraum die Räumlichkeiten ausreichend beleuchtet sind.
- Überwachungskameras? - Nicht erkennbar eingebaut, um Mitarbeiter zu überwachen?
- Was ist denn hier los? – würde sich wohl jeder fragen, der davon Kenntnis hätte.
- Waren die Skandale bei einigen großen Lebensmitteldiscountern denn nicht genug?
- Dürfen Detektive so etwas überhaupt?
Was motiviert den Auftraggeber und die 1967 gegründete Detektei TUDOR dazu, sich hierüber hinwegzusetzen?
- Zum Hintergrund der detektivischen Maßnahme in Augsburg:

Kunden aus der Stadt an Lech und Wertach, aber auch aus der Umgebung, wie beispielsweise aus dem Landkreis Aichach-Friedberg sowie aus Königsbrunn, Stadtbergen, Neusäß oder Gersthofen bis nach Dillingen a. d. Donau, die seit Jahrzehnten ihre anspruchsvollen Schmuck- und Uhrenbedürfnisse ausschließlich beim "Wastlhuber" befriedigen, gehören zum festen Stamm an anspruchsvoller Klientel des bekannten und für seine Seriosität geschätzten Kaufmanns. Aber wo Licht ist, gibt es auch Schatten und so erhält H. Wastlhuber einen dringenden Anruf seines Steuerberaters.
- „Grüß Gott, Herr Wastlhuber. Ich bemerke schon seit geraumer Zeit eine gewisse Differenz zwischen ihren geschäftlichen Einnahmen und Ausgaben. Mit steigender Tendenz dahingehend, dass einfach gesagt Geld fehlt! Ich finde dafür keine Belege in der Buchführung! Irgend etwas stimmt da nicht in ihrem Hause, wir sollten uns heuer noch treffen!
- „Das kann doch wohl nicht sein, meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind doch schon so viele Jahre bei mir angestellt und die Auszubildenden haben mit dem direkten Kassensystem keinen Kontakt!“ »Denkt sich Heribert W.
- „Wir treffen uns beim Businesslunch im Restaurant "Lustküche" in Augsburg. Bitte kommen sie allein, wir sollten höchste Vertraulichkeit wahren!“ Ordert Herr Wastlhuber seinen renommierten Steuerberater an.
- „Herr Wastlhuber, bitte verstehen sie mich nicht falsch aber ich muss alles abklären, was als Ursache in Betracht kommen könnte. Haben sie eventuell Privatentnahmen getätigt, die nicht angegeben wurden, aus welchen Gründen auch immer?“
- „Um Gottes Willen, nein!“ »verteidigt sich Heribert W. gegenüber seinem Steuerberater.
- „Dann sollten wir in Betracht ziehen, dass wohl einer ihrer Angestellten, was ich nicht hoffe aber auch nicht ausschließen kann "lange Finger" macht!“
- „Sprechen sie mit ihrer Filialerstkraft, ganz im Vertrauen und unter Einhaltung höchster Konspiration, wer hierfür in Frage kommen könnte!“
Die seit circa zwanzig Jahren im Juwelier- und Uhren Geschäft Wastlhuber beschäftigte Regina S.* kommt ursprünglich aus der Nähe von Dresden / Sachsen, ganz genau aus der weltbekannten feinen Uhrenschmiede Glashütte. In der DDR hatte die in Dippoldiswalde, Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Geborene, im Jahr 1982 ihre Berufsausbildung als Uhrmacher absolviert.Noch vor dem Mauerfall war sie dann mit ihren Eltern über Ungarn und Österreich nach Bayern geflüchtet, wo sie noch heute lebt und arbeitet.
Mit ihrem leicht sächsischen Dialekt, erklärt sich die Befragte gegenüber ihrem Chef Herrn Wastlhuber:
- „Wissen sie, ich und auch andere Kollegen, machen sich schon seit einiger Zeit Gedanken über Frau Karin B.*! Sie kennen meine Vergangenheit, ich möchte meine Mitmenschen nicht denunzieren, aus gutem Grund, wie sie sich denken können, Herr Wastlhuber, das gab es bei uns früher zur genüge und war der Hauptgrund, warum ich meine schöne Heimat verlassen habe!“
- „Aber jetzt, wo sie es so konkret ansprechen, also die Karin hat mit ihrem Mann ja ein neues Eigenheim im Augsburger Stadtteil Hammerschmiede gebaut, auch weil das Neubaugebiet so verkehrsgünstig an der Autobahn A8 München-Stuttgart gelegen ist!“
- „Ihr Mann, der Sascha*, verlor aber gleich nach der Geburt der Tochter Anne-Katrin*, seinen guten Job bei der MAN AG (Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG) und dennoch dreht sich bei der Karin alles ums Geld. Neues Auto, Urlaubsreise auf die Kanarischen Inseln und und und. Wir fragen uns schon lange wie die das machen! Ob der Sascha eine neue Anstellung gefunden hat, kann ich nicht sagen!“
- „Und dann war da dieser Vorfall, vor einem halben Jahr um die Weihnachtszeit herum. Ein Kollege hatte Karin gesehen, wie sie einen oder mehrere Geldscheine aus der Kasse nahm und in die Hosentasche steckte. Sichtlich erschrocken und mit zittriger Stimme antwortete sie, damals darauf sofort zur Rede gestellt, dass das Geld gewesen wäre, welches sie zuvor aus ihrem Portmonee als Wechselgeld vorgelegt hätte, weil angeblich nur noch große Scheine in der Kasse waren! Das war schon sehr bedenklich!“
„Sie sollten in Betracht ziehen, eine professionelle Detektei einzuschalten, das berechtigte Interesse dafür ist gegeben!“ »Rät die Kripo* Augsburg.
Die weitere Vorgehensweise bespricht H. Wastlhuber mit seinem renommierten Rechtsanwalt.
Der Advokat arbeitet seit Jahrzehnten exklusiv mit der Firma Detektiv TUDOR eng zusammen.
Nie hätte H. Wastlhuber geglaubt, je die Dienste solcher Privatermittler in Anspruch nehmen zu müssen.
„Wir benötigen gerichtsverwertbare Beweise und die von der Privadetektei TUDOR aus Frankfut am Main wissen, wie man die beschafft!“ Beruhigt der promovierte Jurist seinen Mandanten.
Zur Auftragsbesprechung in der Notariats- und Rechtsanwaltskanzlei in Augsburg, erscheinen die Ermittler der Detektei TUDOR nebst dem Zivil- und Strafrechtsexperten der Privat- und Wirtschaftsdetektei aus Frankfurt am Main. Die ausführliche und kompetente fachliche Erstberatung des Detektivbüro TUDOR ist selbstverständlich kostenlos.
Als langjährig erfahrene Praktiker ihres Metiers, demonstrieren die Ermittler die hoch moderne Technik und bewährte Einsatztaktik. Des Weiteren erfährt der Auftraggeber, dass sämtliche am Auftrag beteiligten Mitarbeiter der Detektei TUDOR, später als Zeugen vor Gericht zur Verfügung stehen und das Detektivkosten, als „notwendige Kosten der Beweisführung“ steuerlich absetzbar und unter Umständen von der Gegenseite einklagbar sind.
Die Vorgehensweise unsere Spezialisten läuft wie folgt ab:
- „Sie kommen abends nach Dienstschluss, wenn alle Mitarbeiter, außer Frau Regina S.‚ ihre "Filialerstkraft", das Geschäft definitiv verlassen haben, wie zuvor mit Ihnen terminiert, als Elektriker getarnt in das Geschäft. Damit vermeiden die Ermittler unnötiges Aufsehen in der Nachbarschaft und bauen dann die Mikro-Überwachungstechnik an den relevanten Stellen im Laden ein, justieren das Ganze und überprüfen anschließend den Empfang im Außenbereich.“ Erläutern die Ermittler den Auftraggebern' und weiter -
- „Bei den eigentlichen Observationen wird unsere mobile Beobachtungsgruppe die Zielperson, wer auch immer sich Geld oder Ware aneignet, nach Verlassen des Zielobjektes aufnehmen, um gerichtsverwertbar zu dokumentieren wohin das Diebesgut gebracht wird, bzw. um zu klären, wer es schließlich erhält. Dies ist für die spätere Gerichtsverwertbarkeit von Interesse.“
- „Ebenfalls formal juristisch nötig ist, um die Regelmäßigkeit zweifelsfrei zu dokumentieren, an mehreren Tagen zu beobachten. Die Detektive halten selbstverständlich mit Ihnen und den Kollegen der Polizei engsten Kontakt.“
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09:00 Uhr - Erscheint die Filialerstkraft und eingeweihte Frau Regina S. mit zwei der Mitarbeiterinnen des Juwelier- und Uhrengeschäftes am Zielobjekt.
„Die macht ihre Sache richtig gut, von Aufregung keine Spur!“ »Fachsimpeln die Privatdetektive zufrieden über Regina S.
Das Licht in den relevanten Räumlichkeiten wird eingeschaltet und sofort lassen die empfangenen Bilder auf den Monitoren im Observationsbus keine Wünsche offen. Über Betriebsfunk werden die Kolleginnen und Kollegen der mobilen Beobachtungsgruppe im Außenbereich auf dem Laufenden gehalten.
09:08 Uhr - Mit Verspätung trifft die Zielperson Frau Karin B. im Geschäft ein.
„Ich stand mal wieder im Stau.“ Rechtfertigt sie sich gegenüber ihrer unmittelbaren Vorgesetzten Regina S.
Bis zum Eintreffen der Karin B. im Laden hatten die Detektiv-Sachbearbeiter keine Auffälligkeiten registriert. Alles verläuft offensichtlich korrekt.
Mittag‚ keine Veränderungen, "die Lage ist ruhig" melden die Detektive an die Einsatzleitung.
13:00 Uhr - Zwei Verkäuferinnen und ein Uhrmacher melden sich zur Mittagspause ab. Karin B. ist nun mit Regina S. allein im Geschäft.
13:13 Uhr - Frau S. berät sehr ausgiebig eine Kundin, als die Ermittler auf ihrem Bildschirm erkennen, dass Karin B., als sie sich nochmals versichert das Regina S. beschäftigt ist, nach Abkassieren eines Klienten nicht die gesamte eingenommene Summe 'mindestens mehrere hundert Euro' in die Kasse legt, sondern in einem für sie günstigen Moment, direkt im Schritt in ihre Hose verbringt.- „Bingo! - Zielperson hat zugelangt!“ Ertönt es über Funk an alle Beteiligten und an die Einsatzleitung der Detektei TUDOR.
Das Geschäft wird aber weiter vom Observationsbus aus überwacht, denn noch ist nicht zweifelsfrei geklärt, ob nicht auch andere Mitarbeiter Diebstähle begehen.
14:06 Uhr - Frau B. erreicht ihren PKW vom Typ "Mini Cooper S" (175 PS), platziert sich im Auto und das dokumentieren die Detektive mit ihrer Digitaltechnik, holt die Geldscheine aus der Hose, um sie in ihre Handtasche zu verstauen.
Dann fährt die Zielperson mit hoher Geschwindigkeit stadtauswärts. Die Ermittler der mobilen Beobachtungsgruppe folgen mit detektivischem Geschick, denn es gilt wie immer die Prämisse‚ ein Auffallen unter allen Umständen zu vermeiden.
Am Stadtrand, in Höhe einer Parkanlage mit Spielplatz, bringt Frau B. ihren Mini zu halt, steigt aus, holt die Handtasche aus dem Wagen, um dann die Grünanlage zu betreten.
Am Spielplatz angelangt, läuft ihr bereits ein kleines Mädchen entgegen und ruft „Mama - Mama!“ „Hallo Anne-Katrin, meine Kleine. Wo ist den Papa?“ Und da kommt auch schon Herr Sascha B. heran spaziert. Nach der Begrüßung übergibt sie, dokumentiert durch die Privat- und Wirtschaftsdetektive der Firma TUDOR, das Geld aus ihrer Handtasche an den Ehemann.
- Beide schmunzeln sich süffisant zu und dabei vernehmen die Detektive wörtlich:
„...na dann steht unserem nächsten Urlaub wohl bald nichts mehr im Weg!“
- Wenig später fährt Karin B. zurück in das Geschäft, um ihren Dienst fortzusetzen.
- Weitere Delikte registrieren die Beobachter an diesem Tag nicht.
- Von Schuldgefühlen keine Spur!
In der ersten Vernehmungen gab Karin B. zu, über die vergangenen letzten zwei Jahre, Bargeld aus der Kasse ihres Arbeitgebers entwendet zu haben. Eine gewaltige Summe kam dabei zusammen.
Ihre Begründung:
- Steigerung der Lebensqualität.
Anmerkung:
(*)Namen der Beteiligten sowie Orts- und einige Detailangaben wurden aus Diskretionsgründen geändert. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Auftraggeber.
(*)Namen der Beteiligten sowie Orts- und einige Detailangaben wurden aus Diskretionsgründen geändert. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Auftraggeber.


