Observation zum Arbeitsrecht in der Stadt Koblenz am Deutschen Eck!


Hubertus Bauer* ist seit zwölf Jahren als Außendienstmitarbeiter / Vertreter für ein namhaftes deutsches Unternehmen des Reinigungsmittel-Großhandels angestellt.

Sein Verkaufsbezirk erstreckt sich von Koblenz über ganz Rheinland-Pfalz, das Saarland, das südliche Nordrhein-Westfalen bis in nordwestliche Teile im Bundesland Hessen.Stadt Koblenz

Mit seinen Anfang fünfzig Jahren ist Hubertus Bauer sicher nicht mehr der Jüngste, kann dafür aber eine entsprechende Berufserfahrung und Verkaufsgeschick vorweisen.

Bis vor circa eineinhalb Jahren zumindest. Denn seither gehen die Umsätze im Zuständigkeitsbereich des Koblenzers dramatisch zurück. Allein mit konjunkturellen Schwankungen lässt sich dies nicht begründen, weil in anderen Teilen des bundesweit tätigen Unternehmens die krisenbedingten Einbrüche bei weitem nicht so ausgeprägt sind, wie im Bezirk Mittel-West des Kollegen Bauer.

Aussprachen folgen, Erklärungen werden gesucht, Lösungen erarbeitet.

Der Mitarbeiter Bauer zeigt sich kooperativ und beim brainstorming engagiert, schiebt die Ursachen seiner schlechten Bilanzen aber von seiner Person weg.
Er sucht einzig und allein dafür die „große Krise“ wie er sagt, als Erklärung und Quelle des Übels.

In den kommenden Wochen sind keine verbesserten Zahlen zu erkennen. Im engsten Kreis tagt zur Person Hubertus Bauer deshalb wenig später die Geschäftsleitung und der Betriebsrat des bundesweit bekannten Unternehmens aus Südhessen.

Einstimmig wird beschlossen, dass es wohl unumgänglich ist, eine Kontrolle des beruflichen Tagesablaufs des Hubertus Bauer zu veranlassen.

Der Personalleiter des Reinigungsmittel-Großhandels aus Darmstadt, empfiehlt hierfür die Privatdetektei und Wirtschaftsdetektei mit Stammsitz in Frankfurt am Main - Detektiv TUDOR, mit der sich in den zurückliegenden Jahrzehnten eine hervorragende Zusammenarbeit entwickelt hat.

Bereits mehrfach wurden die Dienstleistungen des Marktführers TUDOR aus dem Rhein-Main-Gebiet beispielsweise bei
  • oder Fällen von Mobbing im Unternehmen
in Anspruch genommen.

Grundlage hierfür ist das enge Zusammenwirken von Geschäftsleitung - Rechtsabteilung und Betriebsrat.

Wie gewünscht findet die Auftragsbesprechung und spezifische Beratung zur Herangehensweise durch Detektiv TUDOR in den Tagungsräumlichkeiten des Auftraggeberunternehmens an der Bergstraße statt.

An die Detektei TUDOR geht der Auftrag, an drei aufeinander folgenden Wochentagen, den tatsächlichen beruflichen Tagesablauf der Zielperson Hubertus Bauer, gerichtsverwertbar zu dokumentieren.

Für die Beobachtung kommen gleichzeitig fünf Detektiv-Sachbearbeiter des Hauses TUDOR zum Einsatz.
Am Wohnsitz der Zielperson, einem Eigenheim im Koblenzer Stadtteil Lay, wird einer der getarnten Observationsbusse des Detektivbüro aus Frankfurt stationiert.
Des Weiteren postieren sich die übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Detektivdienstleisters mit ihren Funkeinsatzwagen in den angrenzenden Nebenstraßen, um Herrn H. Bauer mit dem Auto zu folgen.

1. Tag | Freitag

Mit einem speziell getarnten Fahrzeug führen zwei Detektiv-Sachbearbeiter am Wohnsitz des Hubertus Bauer, in Vorbereitung auf die für den kommenden Montag angesetzte Observation, eine Ortsbesichtigung durch.

Das Anwesen ist in einer recht ruhigen Wohnlage an der Mosel gelegen. Alt eingesessene, sehr aufmerksame Nachbarn registrieren Alles und Jeden in der Eigenheimsiedlung aus den dreißiger Jahren. Die Tarnung der TUDOR-Detektive aber durchschauen sie nicht.

Zum Zeitpunkt des Eintreffens der Ermittler am Zielobjekt steht der vom Auftraggeber genannte, personengebundene Firmanwagen Herrn Bauer, ein

schwarzer Opel Signum 3,0 Liter Diesel mit 135 kW

weder auf dem Areal seines Anwesens noch vor dem Haus abgestellt. Die Garage, bündig an das renovierte Eigenheim anschließend, ist verschlossen.

Nachdem sich die Berufsdetektive mit der Situation vor Ort vertraut gemacht haben, hierzu zählt auch die Kontrolle möglicher An- und Abfahrtswege, fahren sie zurück zur Zentrale nach Frankfurt am Main, um die Vorgehensweise mit ihren aktuellen Erkenntnissen zu ergänzen.

2. Tag | Montag

Vier Uhr morgens fährt die Beobachtungsgruppe der Privatdetektei TUDOR von der Zentrale Frankfurt ab nach Koblenz.

Nach circa eineinhalb Stunden erreicht der Tross die Ortschaft Lay.

In der Zielstraße beziehen die Privat- und Wirtschaftsermittler ihre Beobachtungsposition mit dem Beobachtungskastenwagen, mit Blick auf die Adresse Herrn Hubertus Bauer. Zu diesem Zeitpunkt ist das Anwesen verdunkelt. Die Garage ist verschlossen. Der Dienstwagen mit Darmstädter Kennzeichen ist weder auf dem Grundstück noch in der Straße vor dem Haus abgestellt. Jedoch ist die Garage verschlossen. Vor dem Zielobjekt ist unmittelbar an der Hofzufahrt ein Mercedes Benz der A-Klasse mit Koblenzer Kfz-Kennzeichen

KO - B ...

geparkt. Das  - B - könnte dabei als Kürzel für Bauer stehen.

Die Mitarbeiter der mobilen Beobachtungsgruppe beziehen ihre unterschiedlichen Bereitschaftspositionen in den angrenzenden Nebenstraßen und der Zufahrt zur Mosel-Fähre von Koblenz-Lay, die die Zielperson durchaus nutzen könnte.

Acht Uhr
Die Lage am Objekt ist ruhig. Bis zu diesem Zeitpunkt haben Personen das Wohnanwesen Herrn Hubertus Bauer weder betreten noch verlassen.

An diesem lauen Frühlingsmorgen herrscht in der Nachbarschaft bereits reges Treiben. Anwohner führen ihre Hunde Gassi. Kinder gehen zur Schule. Frauen und Männer fahren zu ihren Arbeitsstellen.

Kurz vor neun Uhr meldet der Beobachtungsposten Bus, dass eine männliche Person das Zielobjekt verlässt. Anhand des vom Auftraggeber zur Verfügung gestellten Fotos, wird zweifelsfrei Hubertus Bauer identifiziert. Er trägt einen Jogginganzug.

Auf der Straße vor seinem Haus angelangt, tritt er an den Mercedes Benz der A-Klasse mit dem amtlichen Kennzeichen KO - B ... heran, öffnet den Wagen, setzt sich hinter das Steuer, um dann aus der Zielstraße Richtung Ortsmitte zu fahren.

Die mobile Beobachtungsgruppe ist über Funk alarmiert und folgt dem Zielfahrzeug im weiteren Fahrtverlauf.

Wenige Minuten später kommt H. Bauer an einer Bäckerei in Lay zu halt, steigt aus, um das Backwarengeschäft zu betreten.
  • Die Ermittler fertigen verdeckt Fotos.
Dann verlässt er mit einer großen gefüllten Papiertüte den Bäcker, steigt in den Mercedes-Kompaktwagen und fährt zurück zum Wohnsitz.

Hubertus Bauer parkt die A-Klasse an gleicher Position, steigt mit seinen frischen Brötchen aus, schaut bevor er das Eigenheimareal betritt die Straße auf und ab, grüßt winkend den Nachbarn, um schließlich im Anwesen zu verschwinden.

Zehn Uhr dreißig
Vor das Einfamilienhaus der Eheleute Bauer wird ein kleiner dunkelgrüner Geländewagen - Suzuki Jimny „Ranger“ 1.5 DDiS Common Rail Turbo Diesel - gefahren.

Das Reserverad an der Hecktür trägt auf der Schutzhülle die Aufschrift:

Anglerverein Moselmündung e.V.*

Direkt hinter dem Mercedes Herrn Hubertus Bauer parkt der Fahrer den Suzuki. Er ist allein unterwegs.

Aus dem Fahrzeug-Laderaum entnimmt der etwa dem Alter der Zielperson entsprechende Mann eine große Werkzeugkiste. Zeitgleich kommt ihm Hubertus Bauer aus dem Haus entgegen, um beim Ausladen zu helfen. Nach kumpelhafter Begrüßung verschwinden sie gemeinsam im Hinterhof des Anwesens. Zuvor mustert Herr Bauer die Straße wieder links und rechts.

Nach Rücksprache mit der Zentrale der Detektei TUDOR in Frankfurt erhalten die Detektiv-Sachbearbeiter die Information, dass eine Krankmeldung seitens der Zielperson bei Auftraggeber nicht eingegangen ist, er also formell seit sieben Uhr dreißig beruflich auf Tour sein sollte.

Mittag

Von Dienstfahrt keine Spur. Offensichtlich bastelt Hubertus Bauer lieber mit seinem Bekannten im Garten.

Seine Ehefrau verlässt derweil allein das Haus, um mit dem Mercedes der A-Klasse Lebensmitteleinkäufe zu tätigen. Als sie zurück zum Anwesen kommt, hilft Hubertus B. ihr wie selbstverständlich beim ausladen. Dabei trägt er eine Arbeitslatzhose.

Fünfzehn Uhr
Der Fahrer des Suzuki Jimny gelangt aus dem Zielobjekt kommend in den Beobachtungsbereich der Detektiv-Sachbearbeiter Observationsbus. Er wird von Hubertus Bauer begleitet. Mit fröhlichem Schulterklopfen verabschieden sie sich vor dem Haus.
  • Dabei vernehmen die Ermittler zweifelsfrei das Zielperson seinem Gegenüber erwähnt, nun erst mal zwei Stunden schlafen zu wollen.

Später Nachmittag

Das Garagentor am Haus Herrn Bauer wird geöffnet. Dann fährt er den Opel Signum seines Arbeitgebers auf die Straße. Er stellt den Wagen vor dem Anwesen ab und geht zurück in das Eigenheim.

Minuten später gelangt er mit seiner Frau kommend erneut in den Beobachtungsbereich der Detektive. Herr Bauer ist sportlich bekleidet. Der Dienstwagen bleibt vor dem Haus abgestellt, während Herr und Frau Bauer einen ausgiebigen Spaziergang entlang der Mosel durchführen.

Scheinbar rechnet Hubertus Bauer doch mit eventuellen Kontrollfahrten seitens seines Arbeitgebers und somit ist wenigstens das Berufsauto demonstrativ präsent, um zu belegen, schaut ich bin gerade von meiner Dienst-Tour zurück.

Ganze zweieinhalb Stunden verbringen die Zielpersonen am malerischen Moselufer, für sie unbemerkt von den TUDOR-Detektiven beschattet und fototechnisch erfasst.

Am Haus in Koblenz-Lay wieder angekommen, setzt schon der Sonnenuntergang ein. Hubertus Bauer fährt, nach einen „langen harten Arbeitstag“ den Opel Signum mit dem Kennzeichen DA - … in die Garage.

Zu diesem Zeitpunkt endet auch seine offizielle Arbeitszeit und damit der heutige Einsatz für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Detektei TUDOR. Die Beobachtung wird weisungsgemäß abgebrochen. Die Detektive fahren zu ihrer Hotelunterkunft in Koblenz.
Der umfangreiche minutiöse Tagesbericht mit Foto- und Videomaterial wird an die Zentrale Frankfurt übermittelt.

3.Tag | Dienstag

Im Morgengrauen postieren sich die Detektiv-Sachbearbeiter der Wirtschaftsdetektei TUDOR in Koblenz Ortsteil Lay mit dem Observationsbus mit Blick auf das Wohnanwesen Herrn Hubertus Bauer.

Zum Zeitpunkt des Eintreffens der Detektive vor Ort, steht die Garage am Haus offen. Der am Vorabend dort abgestellte Firmenwagen Herrn H. Bauer, Opel Signum mit Darmstädter Kennzeichen der Auftraggeberfirma ist nicht zu sehen!
Auch auf dem Grundstück, in der Zielstraße und in den angrenzenden Nebenstraßen, lässt sich das Fahrzeug nicht finden.
  • Sind die Ermittler an diesem Tag zu spät zum Einsatz gestartet?
  • Ist Hubertus Bauer tatsächlich schon beruflich on tour zu Kunden seines Verkaufsbezirks?
  • Muß der Beobachtungstag für heute beendet werden?
„Geduld war schon immer unsere Stärke!“

tönt es aus der Freisprechanlage, bei Rücksprache mit der Zentrale in Frankfurt.

Die Anweisung an die Berufsdetektive ergeht
1. Der Observationsbus bleibt mit Personal besetzt am Eigenheim der Zielperson postiert.
2. Zwei der Einsatzfahrzeuge schwärmen entlang der Mosel aus, um den Firmenwagen der Zielperson aufzunehmen denn, die Auswertungsabteilung der Firma Detektiv TUDOR in Frankfurt am Main hat an Hand des Beobachtungsmaterials vom Vortag bereits ermittelt, dass Hubertus Bauer Mitglied im Anglerverein Moselmündung e.V. ist und demzufolge den Morgen (wie bei Fischern üblich) nutzen könnte, um seinem Hobby zu frönen.
3. Ein Fahrzeug der mobilen Observationsgruppe bleibt am Standort Wohnsitz damit, sollte Zielperson eintreffen und sofort wieder abfahren, ihm folgen zu können.
Nach zwanzig Minuten erreicht die Observateure via Funk die Nachricht, dass der Wagen Opel Signum mit dem relevanten Kfz-Kennzeichen DA - ... tatsächlich am rechten Moselufer unweit der Mündung am Deutschen Eck geparkt steht. Deutsches Eck KoblenzMit auf dem unbefestigten Areal ist der Suzuki Jimny „Ranger“ des Besuchs vom Vortag abgestellt. Ein TUDOR-Detektiv erkundet zu Fuß das Flussufer und entdeckt dort die Zielperson Hubertus Bauer mit seinem Bekannten etwa gleichen Alters, der mit ihm den Vormittag des Montag im Haus verbrachte.

Beide sind lebhaft damit beschäftigt einen kapitalen Zander mittels Käscher an Land zu hieven. Der Detektiv fertigt Fotos.

Sogleich eilt ein weiterer Beobachtungswagen der Firma TUDOR zur Moselmündung und sichert aus entsprechender Entfernung den Ziel-wagen ab.

Gegen sieben Uhr morgens beobachten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie Hubertus Bauer seinen Fang nebst der Angelausrüstung in den Opel Signum verfrachtet.

Er verabschiedet sich von seinem Vereinskameraden mit den Worten:

„Den grillen wir morgen Abend bei mir - bring deine Frau mit - heute muss ich noch etwas arbeiten!“ -  beide lachen ganz laut und halten sich dabei ihre scheinbar vom Bier geformten Bäuche.

Nach fünfzehn Minuten meldet der Observationsbus am Haus Herrn Bauer das Eintreffen des Zielwagens.
  • Fotos werden getätigt wie Hubertus Bauer seine Ausrüstung aus dem Dienstwagen entlädt und auch den noch lebenden Zander, der sich in einem großen Wasserbottich befindet, in das Eigenheim verbringt.
Dann fährt er mit dem Fahrzeug in die Ortsmitte zur Bäckerei vom Vortag. Mit frischen Brötchen kehrt er heim. Den Opel Signum fährt H. Bauer in die Garage, die auch gleicht verschließt.

Mittag

Nach letztem Eintreffen hat Hubertus Bauer das Anwesen nicht mehr verlassen. Besuch haben die Detektive nicht registriert. Lediglich Frau Bauer war vor der Tür und hat den Briefkasten geleert.

Etwa dreizehn Uhr. Auf dem Zielareal tut sich etwas. Herr und Frau Bauer verlassen, beide elegant gestylt, das Haus. Zielperson hat eine große schwarze Tasche im Pilotenkofferstil bei sich. Hubertus Bauer öffnet die Garage, fährt den Opel Signum auf die Straße, seine Frau platziert sich auf der Beifahrerseite während H. Bauer den Wagen fährt.

Nun kommen die mobilen Beobachter der Detektei TUDOR endlich auch in diesem Fall zum Zuge.

Über die Bundesstraße 49 verlässt der Ziel-wagen Lay entlang der Mosel. In der Ortschaft Niederfell hält Hubertus Bauer an einem Zweifamilienhaus. Eine weibliche Person, etwa Anfang dreißig Jahre alt mit Kind circa vier Jahre alt, gelangt aus dem Anwesen kommend in den Beobachtungsbereich der Detektive. Die letzten Meter rennt das Kind zum Opel Signum, Hubertus Bauer steigt aus, da ruft die etwa Anfang dreißig jährige weibliche Person:

„Sag dem Opa guten Tag!“

Nach Begrüßung, lässt H. Bauer seine Tochter und den Enkel auf dem Fondsitz des Opel einsteigen und die Familie setzt den „dienstlichen Ausflug“ gemeinsam fort.

Immer entlang der Mosel geht die Fahrt nach Zell (Mosel) und im weiteren Verlauf über Wittlich auf die Bundesautobahn 1 in südliche Richtung.

Im Saarland fährt Zielperson den Dienstwagen über die Ausfahrt Nonnweiler / Primstal auf einen Waldparkplatz im Naturpark Saar / Hunsrück. Waldspaziergang im HunsrueckDort unternimmt Familie Bauer aus Lay einen kleinen Waldspaziergang.

Das Geschehen wird von den Detektiv-Sachbearbeitern der Detektei TUDOR minutiös dokumentiert.

Während des Aufenthalts im Wald beobachten die Ermittler, dass Hubertus Bauer telefoniert. Wie sich später herausstellt, stand er hier im Kontakt mit seinem Arbeitgeberunternehmen, um zu berichten, dass er tatsächlich heute im Saarland unterwegs sei und bereits drei Kunden frequentiert habe.

Nach circa fünfundvierzig Minuten Fußmarsch geht die Reise weiter. Am Autobahnkreuz Saarbrücken wechselt Hubertus Bauer auf die Bundesautobahn 8, um dann über die Ausfahrt Schwalbach nach Saarlouis Stadtmitte zu fahren. Im Zentrum der Saarländischen Stadt steigt seine Ehefrau mit Tochter und Enkel aus. Sie gehen Richtung Fußgängerzone davon.

Hubertus Bauer fährt in die angrenzende Ortschaft Bous zum örtlichen Gewerbegebiet.
Auf dem Areal einer Firma kommt er zu halt. Steigt aus, entnimmt aus dem Opel Signum seine Aktentasche, um dann den Verwaltungstrakt zu betreten.
Im Abgleich mit den Unterlagen, die die Ermittler der Privatetektei TUDOR vom Auftraggeberunternehmen aus Darmstadt erhalten haben geht hervor, dass es sich bei dieser Firma tatsächlich um einen Partner handelt, der von Hubertus Bauer zu betreuen ist.

Etwa dreißig Minuten verbringt Herr Bauer bei seinem Kunden. Dann geht die Fahrt zurück über Wadgassen - Werbeln - Ludweiler - Völklingen - Püttlingen - Derlen - Griesborn - Ensdorf - Lisdorf nach Saarlouis.
  • Eine Logik ist bei dieser, eigentlich sinnlosen „Tingeltour“, nicht zu erkennen.
Im Zentrum des Schul- und Handelszentrums Saarlouis steigen die familiären Begleiter, mit Einkaufstüten beladen, wieder zu.

Hubertus Bauer verlässt die Stadt, mittlerweile ist es später Nachmittag, in Richtung Westen, also nicht zurück nach Koblenz.

Auf der Villinger Straße gelangt er, die deutsch-französische Grenze überquerend, nach Frankreich.

Via Téterchen (deutsch Teterchen, 1941–44 Diedringen, einer französischen Gemeinde im Département Moselle in der Region Lothringen) - Creutzwald (amtlich Creutzwald-la-Croix) - Freyming-Merlebach (gehört zum Arrondissement Forbach) nimmt das Zielfahrzeug Kurs nach Forbach (einer Stadt mit ca. 22000 Einwohnern im französischen Département Moselle in der Region Lothringen).

Auf dem Kundenparkplatz des Hypermarchés Cora Forbach (einem großen Supermarkt) kommt Hubertus Bauer dann zu halt. Die Familie schlendert gemeinsam in das französische Einkaufszentrum und versorgt sich mit frischen Lebensmitteln aus Frankreich, wie es sie in deutschen Lebensmittelgeschäften nur schwer oder gar nicht zu bekommen gibt.

Über eine Stunde haben sich Familie Bauer bei der Auswahl der Delikatessen, wie französischem Käse, französischer Wurstspezialitäten und frischen Meeresfrüchten, Zeit gelassen. Langsam dunkelt es und die Detektive stellen ihre digitalen Siegelreflexkameras auf die Lichtverhältnisse ein, um dennoch gestochen scharfe Fotos der Zielpersonen fertigen zu können.

Diese bringen derweil ihren prall gefüllten Einkaufswagen, mit den in Thermotüten verstauten Lebensmitteln zum Opel Signum des Darmstädter Reinigungsmittel-Großhandels.

Nachdem alles verstaut ist, vernehmen die TUDOR-Ermittler eine Konversation zwischen den Eheleuten Bauer am Ziel-wagen vor dem Einsteigen:

„Wir sollten dann aber zügig nach Hause fahren Hubertus, sonst verderben die Sachen!“ - „Ich muss aber auf Kilometer kommen und heute noch mal tanken - wir machen noch eine Spritztour - in den Kühltaschen halten sich die Frischwaren über viele Stunden!“ - entgegnet Hubertus Bauer gegenüber seiner Frau.

Forbach verlassend tourt Familie Bauer aus Koblenz durch das Arrondissement Sarreguemines (Saargemünd) zurück nach Deutschland in das Saarland via Saarbrücken, Völklingen - Dillingen / Saar - Merzig - Bundesautobahn 8 nach Luxemburg (frz. Luxembourg, lux. Lëtzebuerg) - Hesperingen (lux.: Hesper, fr.: Hesperange) - Sandweiler auf die Autobahn A1 durch den Kanton Grevenmacher im Osten des Großherzogtums Luxemburg zurück in die Bundesrepublik Deutschland auf die BAB 64 vorbei an Trier nach Wittlich.

Nach Wittlich fährt er das Zielfahrzeug über die Bundesstraße 50. Auf der Aral-Station in der Kurfürstenstraße von Wittlich bringt Hubertus Bauer den Opel Signum zu halt, tankt - während dessen wechseln sich Frau Bauer und die Tochter mit dem Kind auf der Tankstellentoilette ab. Mit seiner Firmentankkarte begleicht Zielperson die Spritrechnung und schon geht die Fahrt weiter.

Es ist jetzt bereits früher Abend, dunkel und somit für die ständig folgenden Detektiv-Fahrzeuge von Vorteil. Die Gefahr des Auffallens ist in der Dunkelheit meist einfach geringer.

Wieder auf der BAB1 fährt Herr Bauer bis Steiningen, um dann auf die BAB48 zu wechseln. Entlang Ulmen - Laubach - Mayen - Ausfahrt Ochtendung auf die Landesstraße L117 geht es über Kobern auf die rechte Moselseite B49 nach Niederfell an die Adresse der Tochter.

Hubertus Bauer trägt den schon schlafenden Enkel zum Haus der Tochter. Da kommt ihm auch der Schwiegersohn entgegen und nimmt das Kind ab.
Frau Bauer übergibt aus dem Dienstwagen ihres Mannes die eingekauften Utensilien an die Tochter.
Es folgt eine herzliche Verabschiedung und danach fährt Hubertus Bauer auch gleich wieder in zügiger Geschwindigkeit aus der Ortschaft in Richtung Dieblich-Berg entlang im Moseltal die B49 nach Koblenz-Lay.

Bis zur Zielstraße folgen die Berufsermittler, um ein Auffallen zu vermeiden nicht. Der Beobachtungsbus ist zwischenzeitlich erneut besetzt und kann somit unter Einhaltung höchster Konspiration, das Eintreffen der Zielpersonen an derer Heimatadresse überwachen.

Es ist kurz vor zwanzig Uhr. Hubertus Bauer verbringt mit seiner Frau schnell den Einkauf in das Haus. Danach stellt er den Firmenwagen Opel Signum DA - ... in der Garage ab, betritt sicherlich geschafft nach diesem langen „Arbeitstag“ das Haus.

Nach Rücksprache mit der Einsatzleitung in Frankfurt am Main brechen die TUDOR-Detektive die Observation zu diesem Zeitpunkt weisungsgemäß ab und fahren zur Unterkunft nach Koblenz-Stadt.

Wie bei Detektiv TUDOR üblich werden die umfangreichen, Arbeitsgerichtlich verwertbaren Berichte sofort erstellt und nebst Fotomaterial und Videomaterial an die Zentrale nach Frankfurt übermittelt.

4.Tag | Mittwoch

Weil Zielperson Hubert Bauer mit seinem Hobby Angelsport gelegentlich zum Frühaufstehen neigt, wie der Tag zuvor gezeigt hatte, beginnen die Privatdetektive und Wirtschaftsdetektive aus dem Hause TUDOR die Beobachtung entsprechend früher an diesem Morgen.

Die Mosel und der nahe Rhein hüllen das Deutsche Eck in lichten kühlen Nebel.

Der Observationskastenwagen der Detektei TUDOR fährt in die Zielstraße in Lay. Zu dieser frühen Stunde haben sich noch nicht einmal die Hundebesitzer vor die Tür gewagt. Alles ist ruhig

Die Garage am Anwesen Herrn Hubertus Bauer ist verschlossen. Auf der Straße vor der Zufahrt zum Zielgrundstück steht der private PKW der Eheleute Bauer der Mercedes-Benz A mit dem Kennzeichen KO – B ... abgestellt.
Tau liegt auf den Scheiben. Also wurde der Wagen heute noch nicht benutzt.

Es verspricht ein sonniger Frühlingstag zu werden, denn laut Wetterbericht sollen die Temperaturen über die Zwanzig-Grad-Marke klettern.

Alle Detektiv-Sachbearbeiter sind auf Position. Das Zielgrundstück des H. Bauer wird ab diesem Zeitpunkt wieder permanent überwacht.

Sieben Uhr zwanzig
Die Tür zum Haus der Eheleute Bauer öffnet sich. In Erscheinung tritt Hubertus Bauer. Bekleidet ist die Zielperson mit schwarzer Hose, hellblauem Hemd mit Krawatte und schwarzer halblanger Übergangsjacke. Bei sich trägt er den schwarzen Pilotenaktenkoffer vom Vortag. Seine Frau verabschiedet ihn an der Tür.

Wenig später fährt Hubertus Bauer mit dem Opel Signum seines Arbeitsgebers aus dem Beobachtungsbereich der Detektiv-Sachbearbeiter im Observationsbus.

Diese haben zwischenzeitlich die Ermittler in ihren umliegenden Bereitschaftspositionen alarmiert, so dass diese den Zielwagen fließend aufnehmen können um verdeckt zu folgen.

In weiser Voraussicht hatte sich ein Einsatzwagen der Detektei TUDOR bereits in Nähe der Fähre Lay-Güls an der Mosel positioniert.

Und richtig, Herr Bauer wird die Fährverbindung benutzen, um an das linke Moselufer zu gelangen. Der hier bereits vor Ort stationierte Funkwagen der Firma Detektiv TUDOR ist mit auf der Moselfähre, dadurch kann der Zielwagen ununterbrochen gehalten werden.

Sogleich eilen die weiteren an der Observation beteiligten PKW der Detektei TUDOR auf dem Landweg an das linke Moselufer. Entlang der B49 und dann über die Kurt-Schumacher-Brücke in Koblenz sind sie zügig auf der Gegenseite und stoßen auf der B416 der Beobachtung zu. Der Plan geht auf. Über Funk ständig über die Position des Autos Herrn Hubertus Bauer auf dem Laufenden gehalten kreuzen sich die Wege der restlichen TUDOR-Mitarbeiter mit dem, dem Zielfahrzeug folgenden Einsatzwagen im Gewerbepark Mülheim-Kärlich an der Bundesstraße 9.

Gegen acht Uhr parkt Hubertus Bauer den Opel Signum dort auf dem Areal eines Kunden der Auftraggeberfirma. Mit seiner Aktentasche betritt er den Büro- und Verwaltungstrakt.

Exakt eine Stunde verbrachte H. Bauer bei seinem Klienten. Die Detektiv-Sachbearbeiter beobachten ihn auf dem Betriebsareal in Richtung der Kantine verschwindend.

Halb zehn, hat Hubertus Bauer seine Frühstückspause beendet.
Er tritt die Weiterfahrt an.
Über Andernach entlang der Bundesstraße 9 linksrheinisch - Brohl-Lützing - Sinzig - Remagen - Bandorf - Mehlem - Godesberg fährt er nach Bonn.

Via der B56 Kennedybrücke in das rechtsrheinische Beuel, weiter auf der B56 nach St. Augustin - Siegburg über Seligenthal nach Hennef (Sieg) non stop auf die BAB560 - Kreuz Bonn/Siegburg auf die BAB3 in südliche Richtung.

Über Funk tauschen sich die Detektive über diese sinnlose Fahrerei ihrer Zielperson aus:

„Der macht brum-brum - sammelt einfach nur Kilometer - unfassbar!“.

Während dessen braust Hubertus Bauer ganz gemächlich mit 120 Kilometer / Stunde auf der Autobahn 3 dahin.
Besonderes detektivisches Geschick ist dabei von den TUDOR-Ermittlern gefordert, denn wer so langsam auf deutschen Autobahnen fährt, fällt leicht auf!

Nach einer großen Runde so zu sagen, nimmt Herr Bauer am Dreieck Dernbach die Ausfahrt auf die BAB48 Richtung Koblenz und dann in Höhr-Grenzhausen die Ausfahrt auf die L310.

Schließlich fährt er über die L309 in den Naturpark Nassau. Es ist schon Mittag, als Hubertus Bauer auf einem Wanderparkplatz im Naturpark zu halt kommt. Er stellt den Motor ab, bringt den Sitz auf Liegeposition und schläft ein.

Für die Beobachter der Detektei TUDOR ist es schon fast eine Freude, so detaillierte Fotoaufnahmen ihres ruhenden „Schösslings“ machen zu können, wenn der Hintergrund für das Auftraggeberunternehmen nicht so einen wirtschaftlich ruinösen Schaden hervorrufen würde.

Zumindest sollte der Nachweis der Regelmäßigkeit seiner Arbeitsvernachlässigung aber schon jetzt erbracht sein. Damit wird es Hubertus Bauer vor dem Arbeitsgericht wahrlich schwer haben.

Beachtliche zwei Stunden schlief die Zielperson tief und fest an der frischen Waldluft.

Früher Vormittag

Aus dem Auto heraus erstattet Hubertus Bauer an seinen unmittelbaren Vorgesetzten in Darmstadt Rapport zum Tag. Angeblich sei er gerade nach Siegen unterwegs und habe heute schon Kundschaft in Mülheim-Kärlich (was stimmt) - Bonn - Limburg und Wetzlar frequentiert - die Lage sei aber weiterhin alarmierend schlecht und die Stimmung der Abnehmer der Produkte des Reinigungsmittel-Großhandels aus Darmstadt am Boden.
  • „Die Krise halt!“ - wie Herr Bauer meint.
Nach dem Gespräch fährt Hubertus Bauer über Neuhäusel - Gräveheid nach Bad Ems - weiter die B260 entlang der Lahn - Lahnstein - Hochheim - Südbrücke - B327 - Hunsrückhöhenstraße - Waldesch - L208 - Kondertal auf die B49 nach Koblenz-Lay.

Viele Kilometer und Zeit für nichts!

Als Hubertus Bauer seinen Wohnsitz erreicht ist es fast schon vierzehn Uhr. Seine Frau wartet bereits mit dem Mittagessen auf der Terrasse des Einfamilienhauses. Zielperson stellt den Opel Signum in der Garage ab, verschließt das Tor und ruft zu seiner Frau:
  • „Feierabend - genug geschafft - nachher kommt der Jürgen, dann wird gegrillt!“.
Den TUDOR-Detektiven gelingt es diese Passage videotechnisch in Bild und Ton zu verewigen.

Zum Nachmittag, wie angekündet trifft am Zielobjekt, das Hubertus Bauer nach letztem Eintreffen nicht wieder hat, sein Angelfreund ein. Er wird von dessen Frau vorgefahren. Entnimmt aus dem Fahrzeug einen Kasten Bier, um sich dann von seiner Gattin zu verabschieden.

Zeitgleich erscheint Hubertus Bauer an der Zufahrt des Grundstücks.
Er trägt Freizeitkleidung. Freudig begrüßt er seinen Kumpel. Klopft ihm auf die Schulter. Zusammen tragen sie wohl gelaunt den Bierkasten in den Garten hinter das Haus.

Achtzehn Uhr
Die offizielle Arbeitszeit Herrn Hubertus Bauer endet. Er feiert bei gegrilltem Mosel-Zander und Bier.
(Übrigens, Anfang der 80er Jahre wurden die ersten Zander in die Mosel besetzt. Die Fische kamen mit den dortigen Lebensbedingungen optimal zurecht, was zur Folge hatte, das der Bestand bis Mitte der 90er Jahre explodierte und der Stachelritter zum absoluten "Räuberhauptmann" wurde.)
Wenn er sich jedoch in Kürze für sein Tun zu verantworten hat, wird Hubertus Bauer wohl so manche Fischgräte im Halse stecken bleiben.

Auf Anweisung der Einsatzleitung in Frankfurt und Rücksprache mit dem Auftraggeberunternehmen, wird der Fall abgeschlossen. Die TUDOR-Mannschaft fährt zurück zur Zentrale nach Frankfurt am Main.

Für eine Arbeitsgerichtliche Auseinandersetzung stehen alle an der Beobachtung beteiligten Detektivinnen und Detektive des Hauses Detektei TUDOR, wie immer als Zeugen zur Verfügung.

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Anmerkung:
(*)Namen der Beteiligten sowie Orts- und einige Detailangaben wurden aus Diskretionsgründen geändert. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Auftraggeber.

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