Die Frachtzentren am Airport Frankfurt, einem der weltweit bedeutendsten Luftfahrtdrehkreuze, mit dem zweitgrößten Frachtaufkommen aller europäischen Flughäfen, geben tausenden Menschen im Rhein-Main-Gebiet Arbeit. Sie sind ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor der Region und bundesweit. Waren aus aller Welt werden hier per Lufttransport umgeschlagen.
Frische Blumen aus Südamerika wie Ecuador, Kolumbien oder von den Blumenfarmen Afrikas in Ghana, Uganda, Kenia oder Äthiopien, finden sich ebenso in den Bäuchen der Cargo-Lifter, wie lebende Hummer aus Kanada (Canadian lobster), lebende Muscheln sowie namibische Austern vom Kap aus Südafrika und beispielsweise Produkte der New Zealand Seafood Industry. Diese Waren kostenintensiv mit Flugzeugen zu transportieren, macht sie zu einem teuren Gut mit hohem Risiko für die Logistiker, denn eine Störung in der Transportkette kann dramatische Auswirkungen haben.
Tote oder krankheitsbedingt geschwächte Lebendprodukte oder verwelkte Blumen, sind nicht mehr absetzbar und müssen, meist auf Kosten des Zwischenhändlers, abgeschrieben werden.
Die Just-in-time Airfreight Express GmbH mit Sitz in Kelsterbach, im hessischen Kreis Groß-Gerau, hat sich auf den Umschlag, Import und Export sensibler Luftfracht spezialisiert. Seit mehr als dreißig Jahren ist das Logistikunternehmen mit seinen heute etwa einhundertachtzig Beschäftigten am Rhein-Main-Flughafen ansässig.
Hochempfindliche Waren, die oftmals einer speziellen Kühlung und einer zeitlich eng begrenzten Handhabung bedürfen, werden in die EU (Europäische Union) weiter transportiert sowie in die Kernzentren Deutschlands nach Frankfurt am Main, München, Berlin, Nürnberg, Stuttgart, Köln, Bonn, Düsseldorf, Oberhausen, Saarbrücken, Hof/Plauen oder Offenburg zugestellt.
Aber auch in Nicht-EU-Staaten bspw. Russland, Weißrussland, Ukraine, Moldawien, Serbien und Montenegro, Türkei, Zypern, Israel, Libanon, Marokko, Tunesien, Libyen oder nach Algerien weiter verkauft.
Haris Mihajlović(*), aus Sarajevo stammend, hat sich als Flüchtling während der kriegerischen Auseinandersetzungen mit Kroatien, in den neunziger Jahren im Rhein-Main-Gebiet, genauer in Offenbach, niedergelassen. Mit seiner Ehefrau Božidarka(*) ist er trotz massiven Widerstands beider ethnisch verfeindeter Familien, seit zehn Jahren verheiratet. Kennengelernt hatten sie sich seinerzeit in einer Diskothek in Dietzenbach (circa zwölf Kilometer südöstlich von Frankfurt am Main, angrenzend an Heusenstamm, Rodgau, Rödermark und Dreieich, zentral im Rhein-Main-Gebiet gelegen). Der gemeinsame achtjährige Sohn Nusret(*), besuchte eine Grundschule in Offenbach.
Anfang des neuen Jahrzehnts 2000 schulte Haris Mihajlović, bisher tätig als Kraftfahrer, wegen Rückenprobleme zum Logistiker um. Er bewarb sich in Kelsterbach bei der Just-in-time Airfreight Express GmbH und sollte auch den Zuschlag für eine Anstellung als Logistikmitarbeiter bekommen. Mihajlović arbeitete sich, zur vollsten Zufriedenheit seines Arbeitgebers, überdurchschnittlich schnell in die neuen Aufgabengebiete ein. Er galt als fleißig, umgänglich, pünktlich und sehr gewissenhaft in seiner Tätigkeit. Damit war er auch im Team der Kolleginnen und Kollegen immer sehr beliebt. So blieb es nicht aus, dass Herr Mihajlović stetig die Karriereleiter in der Kelsterbacher GmbH emporstieg. Zunehmende Berufserfahrung und Weiterbildungen außerhalb der regulären Arbeitszeit qualifizierten ihn dazu. Eine Erfolgsgeschichte an Eingliederung in den deutschen Arbeitsmarkt, Integration und Nächstenhilfe für Menschen aus Krisengebieten - bis dahin.
Sommer 2007
Familie Mihajlović fährt an diesem Samstag morgen gemeinsam mit dem PKW von Offenbach am Main kommend nach Neu-Isenburg. Vor einem Anwesen der 1930er Jahre wartet bereits der Immobilienmakler aus Gravenbruch
- „Es freut mich sehr liebe Familie Mihajlović ihnen dieses wunderschöne, grundsolide Anwesen, hier in dieser traumhaften Umgebung präsentieren zu dürfen!“
- „Wir haben Ostwind, das ist selten - deshalb starten die heute in diese Richtung raus - normalerweise ist es hier ruhig!“
- „Ich kenne das“ erwidert Herr Mihajlović „...arbeite in der Nähe des Flughafens, als Logistiker in Kelsterbach!“ - „Na dann erzähle ich ihnen ja nichts Neues - sie wissen worauf sie sich einlassen, in unmittelbarer Nähe zum Frankfurt Airport ein Haus kaufen zu wollen!“
Der geschäftsführende Gesellschafter der Firma Just-in-time Airfreight Express GmbH ist an diesem Vormittag unterwegs nach Frankfurt am Main. Im Frankfurter Westend ist die Rechtsanwaltskanzlei, die die Logistik GmbH aus Kelsterbach seit Jahren, zum Beispiel zum Arbeitsrecht, Vertragsrecht im Rahmen des Privatrechts oder bei Schadenersatzrecht, also Haftpflichtrecht mit Verschuldenshaftung, Gefährdungshaftung oder Eingriffshaftung vertritt, ansässig.
- „In meinem Laden verschwinden Lieferungen im großen Stil. Sollte das so weitergehen, kann ich bald dicht machen. Das permanente nachliefern der sehr hochwertigen Zulieferteile aus der Elektrotechnik/Elektronik Industrie, stellt für die JIT-Distribution, also das Sicherstellen der Versorgung einer Vielzahl von Verbrauchern, die ihren Bedarf online bekannt geben, eine erhebliche Störung im Rahmen der bedarfssynchronen Produktion dar. Wir als unmittelbarer Zulieferer sind verpflichtet, innerhalb der vertraglichen Vorlaufzeit zu liefern. Unsere Auftraggeber in der Stuttgarter Maschinenbaubranche belegen uns mit harten Konventionalstrafen. Zudem droht die Versicherung, die Diebstähle nicht mehr zu regulieren. Was raten sie zu tun?“
- „Haben sie einen bestimmten Verdacht, der auf den oder die Täter schließen könnte? Im Betrieb, auf dem Transportweg oder ganz und gar beim Empfänger selbst.“
- „Nun, ich muss ihnen sagen, wir sind im engsten Kreis der Geschäftsleitung relativ ratlos. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Hauses machen einen wirklich guten Job. Nichtsdestotrotz ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass nur ein Insider hinter den Betriebsdiebstählen steckt.“
- „Sie sollten eine Detektei aus Frankfurt, also spezialisierte und erfahrene Wirtschaftsdetektive im Rhein-Main-Gebiet einschalten!“

- „Ich habe keine Erfahrung auf diesem Gebiet. Einen Detektiv aus Frankfurt am Main habe ich bisher weder im Privatbereich noch im Geschäftsbereich benötigt. Bekannt ist mir eigentlich nur ein einziges Detektivbüro in Frankfurt. Das mit der auffälligen Leuchtreklame am Eschenheimer Turm, direkt in der Frankfurter Innenstadt - Detektiv TUDOR. Seit meiner Kindheit ist dies für mich der Inbegriff für Detektive und Detekteien.“
- „Rischtisch!“
- „Mit der Privatdetektei und Wirtschaftsdetektei aus Frankfurt - TUDOR, arbeiten auch wir in unserer Gemeinschaftskanzlei seit Jahrzehnten sehr erfolgreich zusammen. Das durch den Inhaber geführte Unternehmen wurde im übrigen 1967 gegründet und gehört zweifelsohne zu den Marktführern der Detektivbranche in Deutschland und Europa. Das Beste ist, wir vereinbaren mit den Damen und Herren von Detektiv TUDOR einen Beratungstermin in den Räumlichkeiten der Detektei in der Frankfurter Rothschildallee 4.“
Noch am gleichen Tag ist das Meeting realisiert. Detektiv TUDOR nimmt den Sachverhalt auf.
- „Wir sollten als ersten Schritt in der detektivischen Bearbeitung, den Täterkreis einzuschränken versuchen. Damit sind die Nachforschungen im Betrieb legitimiert, denn einfach alle Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter eines Unternehmens mittels flächendeckender Beobachtung unter Generalverdacht zu stellen, ist arbeitsrechtlich bedenklich. Auf Grundlage unserer Jahrzehnte lange Erfahrung, bei ähnlich gelagerten Fällen, werden wir sicher den Fokus relativ schnell, auf die richtige Spur richten können. Wir nehmen den Auftrag an. Mittels akribischer »Beobachtungen und »Ermittlungen, werden wir die Ursache der existenzgefährdenden Verluste aufdecken. Die Beweise der Detektei TUDOR werden selbstverständlich vor Gericht verwertbar sein und sind zeugenbasiert erstellt.
Ein Fokus wird im Rahmen dieser Vorermittlungen erarbeitet, der den in Frage kommenden Täterkreis, einer Art Rasterfahndung gleich, eingrenzt. Diese bewährte detektivische Arbeitsmethode optimiert nicht nur die forensischen Abläufe, sondern ist auch dem Daten- und Arbeitnehmerschutz geschuldet. Denn damit wird eben nicht die gesamte Belegschaft unter Generalverdacht gestellt.
Schnell ist klar - nur zwei leitende Angestellte sind in der Lage und legitimiert, organisatorisch so in die Prozesse einzugreifen, dass damit die Fehlbestände erklärt werden könnten. Es sind dies die Logistikerin Marion Kriftel(*) und der Logistiker Haris Mihajlović. Beide sind auf genau die zu importierenden Produktgruppen, nicht Lebend- und Frischeprodukte, sondern die operative und bedarfsgerechte Einfuhr von Elektrotechnik und Elektronikelementen aus Fernost und den USA spezialisiert.
Frau Kriftel lebt als bekennende Singlefrau mit ihrem Haustier, dem Ägyptischen Mau Kater „Mikasch“ im Frankfurter Stadtteil Westend. Sie wird als überdurchschnittlich zielstrebig, erfolgsorientiert und karrierebewusst beschrieben. Ihre kleine aber feine Wohnung in bester Lage von Frankfurt am Main wird von ihr allein finanziert. M. Kriftel hat die Immobilie vor mehreren Jahren mittels einer Finanzierung erworben und zahlt sie derzeit noch immer ab. Dennoch gilt die in den Fokus der Wirtschaftsermittler geratene Mitarbeiterin der Just-in-time Airfreight Express GmbH als nicht überschuldet. Sie hat wohl ihre Finanzen im Griff. Verlangte noch nie eine Abschlags- oder Vorschusszahlung, denn sie macht im Kollegenkreis kein Geheimnis daraus, ihren Verdienst legt sie in materiellen Gütern an, dafür spart Kriftel am Essen und organisierten Freizeitaktivitäten in Frankfurt.
Völlig contraire stellt sich das Lagebild zu Zielperson Nummer 2, Haris Mihajlović, für die privaten Detektive aus Frankfurt am Main dar. Herr Karben und Herr Langen berichten den Privatfahndern der Detektei TUDOR, dass Mihajlović in den vergangenen zwei Jahren, in privatfinanzielle Schieflage geraten sei. Da war zunächst das Haus in Zeppelinheim, in der Nähe zum bevölkerungskleinsten Frankfurter Stadtteil, dem Flughafen Frankfurt, mit seinen nur circa 340 Einwohnern. Schon im Rahmen der Erwerbskosten pumpte seinerzeit H. M. seinen Arbeitgeber für ein kurzfristiges Darlehen an. Man war so im Hause von dem Mitarbeiter aus Bosnien/Herzegowina überzeugt, dass die Geschäftsleitung beschloss, dem leistungswilligen und für das gesamte Team motivierenden Angestellten, mit einem zinslosen Kredit auszuhelfen. Dies sollte für Mihajlović auch eindeutig als Signal einer weiteren erfolgreichen Zusammenarbeit für die Zukunft verstanden werden. Fristgerecht, wie vertraglich vereinbart, zahlte M. das geliehene Geld innerhalb eines Jahres an die Just-in-time Airfreight Express GmbH zurück. Es blieb wohl sein Geheimnis, wie er die Summe beschaffte, denn mittlerweile war seine Ehefrau Božidarka das zweite Mal schwanger. Noch mit der Erziehung des ersten Kindes Sohn Nusret voll ausgelastet, war an eine Beschäftigung für sie nicht zu denken. Haris M. würde demnach bis auf absehbare Zeit Alleinverdiener bleiben. Gleichzeitig wollte er aber auch seiner Familie und den Landsleuten daheim zeigen und beweisen, dass er es in Frankfurt zu etwas gebracht hatte. Das schöne große Haus in Neu-Isenburg Zeppelinheim wieder an die Bank abtreten zu müssen, käme für den stolzen Südosteuropäer auch einer persönlichen Bankrotterklärung an seiner Ehre gleich.
- „So schwer es uns fällt, dies tatsächlich einzusehen - doch hier sollten sie mit ihren Beobachtungen und Ermittlungen ansetzen. Alles spricht momentan dafür, dass unser Logistiker Haris Mihajlović als Hauptverdächtiger in der Sache anzusehen ist!“
Ab sofort ist Haris Mihajlović als Zielperson Gegenstand der Überwachung, durch die Privatdetektei und Wirtschaftsdetektei in Frankfurt am Main - Detektiv TUDOR. Beginn der Beschattung, ist auf Anraten des Auftraggebers, das kommende Wochenende.
Mihajlović beginnt am Samstag seinen Dienst mit der Frühschicht, um 06:00 Uhr. Gegen 15:00 Uhr wird er für gewöhnlich die Just-in-time Airfreight Express GmbH in Kelsterbach verlassen. Sollte die Zielperson während der regulären Arbeitszeit das Areal der Kelsterbacher Logistik GmbH verlassen, was nicht ungewöhnlich, aber von Relevanz wäre, ist dies genauso detektivisch zu dokumentieren, wie der Zeitraum nach Feierabend ab Samstag Nachmittag. Neben einer detaillierten Personenbeschreibung und Anmerkungen zu, in der Firma bekannten Gewohnheiten und besonderen Merkmalen von Herrn Mihajlović, erhalten die Detektive auch ein aktuelles Foto von ihm, sowie Angaben zu seinem personengebundenem Firmenwagen.
Samstag
04:30 Uhr - Im Zeppelinheimer Eigenheimwohngebiet bringen Detektivsachbearbeiter der Detektei TUDOR aus Frankfurt am Main ein Beobachtungsfahrzeug in Stellung. Nicht nur das Spezialauto selbst, auch die Detektive geben sich den Anwohnern als Handwerker zu erkennen. Die Lage im Operationsgebiet ist ruhig. Am Fenster im Erdgeschoss zur Straße hinaus, ist im Zielobjekt, dem Eigenheim von Familie Mihajlović, Licht zu erkennen. Der personengebundene Dienstwagen von Herrn Haris Mihajlović der Audi A4 Avant mit dem Kfz-Kennzeichen -GG- für Groß-Gerau steht neben dem Auto seiner Frau, unter dem Carport auf dem Grundstücksareal abgestellt.
Wie zuvor in der Einsatzplanung für die Beobachtung festgelegt, beziehen die Detektivsachbearbeiterinnen und Detektivsachbearbeiter der mobilen Beobachtungsgruppe, ihre unterschiedlichen Beobachtungspositionen in den relevanten Ein- und Ausfahrtstraßen von Neu-Isenburg OT Zeppelinheim. Damit sind alle Verbindungen nach Neu-Isenburg, Mörfelden-Walldorf, Dreieich mit den Stadtteilen Buchschlag, Sprendlingen, Dreieichenhain, Götzenhain und Offenthal, sowie die Zufahrt zur Bundesautobahn 5 - Frankfurt am Main - Darmstadt gesichert.
05:33 Uhr - Die Mannschaft des Beobachtungsfahrzeuges, mit direktem Blick auf das Zielgrundstück, meldet an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Teams, dass ZP (Zielperson) das Anwesen verlassen hat. Er steigt in den schwarzen Audi A4 Avant GG - …. Wenige Sekunden später verlässt er den Wagen, um zurück ins Haus zu gehen.
- „ZP (Zielperson) kommt wieder aus dem Anwesen - er hat eine Art Decke oder Plane bei sich, die er soeben im Laderaum des Kombis verstaut!“
05:36 Uhr - Nach und nach schließen die Detektivsachbearbeiter als Verfolger auf. Zu dieser frühen Stunde, an einem Samstagmorgen, ist höchste Vorsicht geboten, um als Observant von der Zielperson nicht bemerkt zu werden. Die Fahrt geht jedoch, wie zu erwarten war, auf die BAB5 - Fahrtrichtung Norden -zum Frankfurter Kreuz. Hier nimmt Mihajlović den Zubringer zur Autobahn 3 - Fahrtrichtung Köln. Wenig später nimmt er die Ausfahrt nach Kelsterbach. Als sicher ist, dass Mihajlović auf das Gelände der Auftraggeberfirma fahren wird, ziehen die mobilen Detektive ab, denn auf dem Areal ist ein weiterers Beobachtungsfahrzeug der Detektei TUDOR in Stellung gebracht worden. Hierfür hatten Herr Langen und Herr Karben, in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsdetektei, eine Legende in der GmbH gestreut, die den Aufenthalt des Fremdfahrzeugs auf dem Firmenareal für die Mitarbeiter glaubhaft legitimiert.
- „ZP (Zielperson) ist angekommen - er parkt an Halle II - und betritt soeben das Zielobjekt!“
Alle Einsatzfahrzeuge nehmen im Gewerbegebiet von Kelsterbach ihre taktischen Beobachtungspositionen ein.
06:07 Uhr - Das Beobachtungsfahrzeug auf dem Gelände der Just-in-time Airfreight Express GmbH meldet an alle Detektivsachbearbeiter, dass Haris Mihajlović wieder an seinem Fahrzeug angelangt ist. Er wirft noch mal einen Blick durch die Heckscheibe in den Frachtteil des Kombis, um sich dann hinter dem Steuer des Wagens zu platzieren. Im Gewerbegebiet nehmen die Detektive das Zielfahrzeug auf. Geschickt, mit ständigem Fahrzeugwechsel, verfolgt die mobile Beobachtungsgruppe den Audi. Ohne solchen Aufwand an Personal und Fahrzeugtechnik, wäre auch diese Beobachtung nicht zu realisieren. Längst hätte Mihajlović, wäre immer nur ein und dasselbe Fahrzeug im Rückspiegel zu sehen sein, Verdacht geschöpft.
Von Kelsterbach kommend gelangt die Zielperson auf den Airportring des Rhein-Main-Flughafens Frankfurt. Hier folgt er der Straße in südliche Richtung.
06:13 Uhr -
Herr Mihajlović fährt auf das Areal der CargoCity Süd (Fraport AG Frankfurt Airport). Mit kurzem Abstand folgt ihm ein Detektiv-Einsatzwagen der Detektei TUDOR. Auf diese Situation war die erfahrene Detektei (Detektivbüro seit 1967) vorbereitet. Im Verlauf der Einsatzplanung wurden den Privatermittlern zeitlich befristete Besucherausweise für relevante Areale im Bereich des Frankfurter Flughafens und der zugehörigen Fracht- und Logistikzentren ausgestellt. Mihajlović kommt schließlich an der Niederlassung einer japanischen Cargo Airline zum Stehen. Er betritt den Gebäudekomplex. Die ihm folgenden Detektivsachbearbeiter fertigen vom Geschehen verdeckt akribisch Beweisfotos und minutiöse Notizen, die als gerichtsverwertbare Beweise später in der Zentrale Frankfurt am Main in Berichtform verfasst werden. 06:29 Uhr - Wieder treten die Digitalkameras der Wirtschaftsermittler aus Frankfurt in Aktion, als die Zielperson H. M. in Begleitung eines Mitarbeiters der Frachtfirma aus Japan in der angrenzenden Halle verschwindet. In der Hand halten beide Papiere im Format DIN A4.
06:38 Uhr - Mihajlović kommt aus der Halle - der japanische Cargo-Mitarbeiter verbeugt sich nach Nippon-Art vor ihm zum Abschied - mit Handschlag gehen die beiden auseinander.
Unter dem Arm, in Schuhkartongröße, trägt die Zielperson ein Paket. Er verstaut die Frachtsendung im Kofferraum des Audi A4 Avant. Dort wickelt er es in die Plane ein, die er bei verlassen seines Wohnanwesens am Morgen, in den Laderaum des Dienstwagens abgelegt hatte.
- „ZP (Zielperson) verschließt die Heckklappe - setzt sich hinter das Steuer und telefoniert!“
06:45 Uhr - Die Ermittler/innen der Detektei TUDOR registrieren, dass ihre Zielperson den Wagen startet. Er fährt entlang der Traverse LF5 bis LF1 zur Ausfahrt der CargoCity Süd. Hier übernehmen flüssig die mobilen Observanten der Außengruppe. Herr Mihajlović gelangt wieder auf den Airportring. Er fährt entlang der K 823 in nördliche Richtung Frankfurt am Main/Kelsterbach. Biegt ab auf die K 152 - Fahrtrichtung Okriftel - Bundesstraße 43 - Rüsselsheimer Straße nach Kelsterbach.
06:54 Uhr - Die Zielperson Haris Mihajlović hält in Kelsterbach an einer Bäckerei. Hier erwirbt er sich ein belegtes Brötchen und einen „Coffee to go“. Mit dem heißen Getränk in der Hand setzt er die Fahrt fort. Den Funkverkehr der Einsatzdetektive ständig mitverfolgend, ist die Besatzung im Beobachtungsfahrzeug auf dem Betriebsgelände der Just-in-time Airfreight Express GmbH, immer über das aktuelle Geschehen der Mitarbeiterüberwachung informiert und bereitet sich schon auf das eintreffen der Zielperson vor, denn Mihajlović fährt in Richtung Kelsterbach Gewerbegebiet West.
07:07 Uhr - Die speziell für Beobachtungen aus Überwachungsfahrzeugen heraus, exklusiv für Detektiv TUDOR entwickelte, digitale Aufnahmetechnik, läuft auf Hochtouren, als die Zielperson H. M. seinen Firmenwagen auf dem Mitarbeiterparkplatz - Geschäftsleitung Logistik - abstellt. Von absoluter Relevanz ist nun selbstverständlich der Verbleib, der auf dem CargoCity Süd Areal in Empfang genommenen Lieferung. Die TUDOR-Detektive dokumentieren zweifelsfrei, dass Herr Mihajlović das Frachtgut nicht aus dem Fahrzeug nimmt. Er betritt, ohne den Laderaum des Audi zu öffnen das Zielobjekt. Den Blick von außen in den Kofferraum des Kombinationskraftwagens, hat Mihajlović mit der zugezogenen Abdeckung, Dritten verwehrt.
Die Detektivsachbearbeiter der mobilen Gruppe, beziehen ihre unterschiedlichen Beobachtungspositionen im Gewerbegebiet West von Kelsterbach. Damit sichern sie alle Ausfahrten in die Richtungen Frankfurt am Main, Offenbach, Raunheim, Rüsselsheim, Königstädten, Flörsheim am Main, Nauheim (Kreis Groß-Gerau in Hessen), Trebur, Ginsheim-Gustavsburg, Riedstadt, Oppenheim, Nierstein, Nackenheim und Bodenheim (Landkreis Mainz-Bingen) effektiv ab.
08:00 Uhr - Bis zu diesem Zeitpunkt ist Haris Mihajlović in den unterschiedlichen Beobachtungsbereichen der Detektivsachbearbeiter nicht wieder in Erscheinung getreten. Die Zielperson hält sich in den Verwaltungsräumlichkeiten der Auftraggeberfirma auf. Dritte haben den Dienstwagen von Herrn Mihajlović nicht geöffnet. Das Fahrzeug steht unmittelbar im Blickfeld des Beobachtungsfahrzeuges der Detektei TUDOR.
09:30 Uhr - Das Beobachtungsfahrzeug auf dem Zielgelände meldet sich unverzüglich:
- „Die Zielperson hat in Begleitung einer weiteren männlichen Person, bekleidet mit grauem Overall, den Verwaltungstrakt verlassen"
Der Kühllaster fährt vom Hof. Der Gegenstand des Auftrages sieht vor, die Zielperson ununterbrochen durch Beobachtung unter Kontrolle zu halten, um den Tagesablauf lückenlos zu dokumentieren. Deshalb folgen die Detektivsachbearbeiterinnen und Detektivsachbearbeiter der mobilen Einsatzgruppe dem DAF. Die Fahrt geht, das Gewerbegebiet West von Kelsterbach verlassend, Richtung Flughafen Frankfurt am Main - Terminal 1+2, Cargo Center, Tor 2-31 in die Cargo City Nord.
09:44 Uhr - Die auf das Betriebsareal gefolgten Detektive am Frankfurter Flughafen, beobachten wie die Zielperson mit dem Fahrer des Kühl-LKW die Niederlassung der Kuwait Airways Corporation Cargo Department betritt.
09:49 Uhr - Herr Mihajlović verlässt mit Papieren in der Hand das Gebäude. Der Fahrer öffnet die Tür des Kühlkoffers. Zeitgleich fährt ein kleiner Flughafentransporter vor, um insgesamt zehn Kartons mit Kühlgut aufzunehmen, die unverzüglich zu einer auf dem Vorfeld abgestellten Maschine der Kuwait Airways vom Typ Airbus A300-600R transportiert und schließlich in den Frachtraum geladen werden. Mihajlović lässt sich die Übergabe auf dem mitgeführten Papier quittieren. Sogleich fährt er mit seinem Begleiter vom Flughafenareal Frankfurt. Die Detektive folgen.
09:58 Uhr - „Die Zielpersonen fahren auf die A3 Richtung Köln!“ - verständigen sich die Einsatzdetektive aus Frankfurt. Während der Autobahnfahrt unterhält sich Herr Mihajlović mit seinem Kollegen über das eben erlebte:
- „Wusstest du das Kuwait Airways Mitglied der Arab Air Carriers Organization ist? Nein, woher weißt du so etwas? Interessiert mich einfach, als Logistiker für internationale Leistungen hier in Frankfurt. Die AACO ist eine Vereinigung arabischer Fluggesellschaften.
- Bitte bei allem Respekt, das ist alles sehr interessant, aber ich muss mal kurz unterbrechen. Wir fahren gerade an Mainz vorbei. Soll ich Richtung Flughafen Hahn im Hunsrück auf der BAB60 bleiben? - Ja, das ist korrekt!“
Dass sie im Verlauf der Fahrt nach Rheinland-Pfalz Detektive verdeckt begleiten, ahnen Mihajlović und sein Fahrer nicht. Für die Beschatter keine leichte Aufgabe einem LKW über längere Distanzen zu folgen.
- „Was soll da schon schief gehen?“ - fragt sich womöglich der Laie.
Der DAF setzt derweil die Reise entlang der Autobahn BAB 60 vorbei an Heidesheim am Rhein, Ingelheim am Rhein, Gau-Algesheim und Bingen bis zum Dreieck Nahetal fort - ab hier fahren die Zielpersonen auf der BAB 61 in nördliche Richtung Koblenz / Bonn. Das Beobachtungsfahrzeug auf dem Betriebsgelände der Just-in-time Airfreight Express GmbH ist weiterhin permanent besetzt. Damit ist der Dienstwagen von Herrn Mihajlović unter ständiger detektivischer Kontrolle - die hier verstaute Ladung vom Morgen also beobachtungstechnisch gesichert.
10:03 Uhr - Auch im schwierigen, weil steil ansteigenden Autobahnabschnitt entlang Dietersheim, Sponsheim, Rümmelsheim, Waldlaubersheim, Waldalgesheim, Stromberg nach Rheinböllen auf die Bundesstraße 50 - halten die erfahrenen Detektive der Privatdetektei und Wirtschaftsdetektei TUDOR Sichtkontakt zum Zielfahrzeug ohne als Verfolger in Erscheinung zu treten. Auf der B50 geht es in den Hunsrück vorbei an Ellern, Argenthal, Simmern/Hunsrück, Kirchberg (Hunsrück), Sohren und Büchenbeuren zum Flughafen Frankfurt-Hahn.
Als fünftgrößter Frachtflughafen in der Bundesrepublik, ist dies ein bedeutender Umschlagplatz für Cargo-Güter, die im Lufttransport in Deutschland umgeschlagen, importiert oder exportiert werden.
11:11 Uhr - Die Frankfurter Detektive beobachten, dass der DAF der Auftraggeberfirma auf das umzäunte, aber von außen gut einsehbare Areal, einer hier ansässigen Cargo Logistic GmbH gefahren wird. Mihajlović und sein Fahrer steigen aus. Die Zielperson hat Frachtpapiere in der Hand. Gemeinsam betreten sie den Büro- und Verwaltungstrakt der Partnerfirma. Mittlerweile wurde über die Detektivzentrale in Frankfurt am Main, Rücksprache mit dem Auftraggeber und seinem Rechtsanwalt gehalten. An die Einsatzgruppe geht die Order, die Beobachtung der Zielperson Haris Mihajlović weiter fortzusetzen. Gleichzeitig soll auch der auf dem Betriebsgelände abgestellte Dienstwagen unter permanenter Überwachung bleiben. Das von ihm morgens in Empfang genommene Paket aus Japan, ist laut Aussagen der Geschäftsführer Hr. Karben und Hr. Langen von absoluter Relevanz. Eigentlich sollte es unmittelbar am Samstag morgen, in den Weiterversand zu einem Kunden nach Stuttgart gelangen!
11:29 Uhr - Mihajlović gelangt mit seinem Kollegen, aus dem Bürotrakt kommend, in den Beobachtungsbereich der Detektivsachbearbeiterinnen und Detektivsachbearbeiter am Hahn Airport. Ein Sicherheitsdienstmitarbeiter öffnet ein Zufahrtstor zum Vorfeld am Frachtterminal. Er winkt den DAF-LKW mit Herrn Mihajlović und seinem Begleiter auf das Apron (Abfertigungs-, Rangier-, Abstell- und Wartungsfläche für Luftfahrzeuge). Ein Zollmitarbeiter steigt in den Lastkraftwagen zu.
11:35 Uhr - Der Zielwagen, von den Detektiven im Außenbereich immer noch gut mittels leistungsstarker Technik überwachbar, hält an einer Frachtmaschine McDonnell Douglas DC-10-40F der Aeroflot Cargo aus Moskau-Scheremetjewo in Russland. Elf Standardpaletten mit Kühlgut, werden mittels eines Staplers aus dem DAF der Firma Just-in-time Airfreight Express GmbH ausgeladen und sofort in den Frachtraum der Aeroflot Maschine gebracht.
12:07 Uhr - Haris Mihajlović lässt sich die Übergabe der Frischefracht quittieren. Nun wird der Kühllaster vor die Lagerhalle der Cargo Logistic GmbH gefahren, um fünf Kühlcontainer aufzunehmen. Wie der Auftraggeber später berichtet, mit sehr hochpreisigem, wertvollem Inhalt, so genanntem Buckel- und Keta-Lachs von den pazifischen Fischereien vor der russischen Kurilen-Insel Iturup.
12:31 Uhr - Mit Handschlag verabschiedet sich die Zielperson vom Zollbeamten und dem Mitarbeiter der Cargo Logistic GmbH.
- „Achtung, ZP (Zielperson) fährt mit dem DAF vom Flughafenareal!“ - geht der Funkruf an alle Detektive in ihren Einsatzwagen.
Entlang der Bundesstraße 50 geht es zunächst auf dem Hunsrück in Richtung Rheinböllen. Im weiteren Fahrtverlauf wechselt das Zielfahrzeug auf die BAB 61 parallel entlang des Rheins vorbei an Bacharach, Trechtingshausen, Assmannshausen, Münster-Sarmsheim und Bingen - Dreieck Nahetal, BAB 60 gegenüber parallel der rechtsrheinischen Ortschaften Rüdesheim am Rhein, Geisenheim, Oestrich-Winkel im Rheingau und Eltville am Rhein. Am Dreieck Mainz wechselt der DAF auf die BAB 643 nach Wiesbaden - Schiersteiner Kreuz - BAB 66 Richtung Frankfurt am Main vorbei an Erbenheim, Wallau, Massenheim, Delkenheim, Diedenbergen, Weilbach, Marxheim, Hattersheim am Main, Kriftel, Sindlingen, Höchst am Main sowie den Frankfurter Stadtteilen Sossenheim und Rödelheim zum Nordwestkreuz Frankfurt. Von den Detektiven permanent beobachtet, wechselt der DAF auf die BAB 5 in nördliche Richtung entlang Praunheim, Niederursel, Heddernheim, Oberursel und Kalbach zum Bad Homburger Kreuz auf die BAB 661 Richtungen Offenbach am Main / Bad Vilbel.
14:20 Uhr - Via der Anschlussstelle Nieder-Eschbach/Gewerbegebiet Am Martinszehnten folgen die Zielpersonen im Kühllaster dann der Beschilderung - Gewerbegebiet Am Martinszehnten/Frischezentrum -. An der Pforte zum Frischezentrum Frankfurt am Main, wird der DAF vorgefahren, um sich anzumelden und den entsprechenden Lieferschein vorzulegen. Offensichtlich wird das Zielfahrzeug nicht länger als 20 Minuten für Anlieferung auf dem Gelände bleiben, denn es werden keine Gebühren erhoben.
Unter einem sachlichen Vorwand gelingt es einem Beobachtungswagen der Firma Detektiv TUDOR aus Frankfurt am Main, die Berechtigung zu erlangen, auf das Betriebsareal des Frankfurter Frischezentrums zu fahren. Der DAF mit Herrn Haris Mihajlović bleibt damit unter Beobachtung.
14:25 Uhr - Die am Hunsrück-Flughafen Hahn aufgenommen Kühlcontainer mit Keta-Lachs von der russisch-japanischen Pazifikküste werden bei einem Fischgroßhandel für das gesamte Ballungsgebiet Rhein-Main angeliefert.
Die Privatdetektive und Wirtschaftsdetektive aus Frankfurt dokumentieren das Geschehen minutiös.
14:30 Uhr - Das Überwachungsteam auf dem Betriebsareal der Just-in-time Airfreight Express GmbH in Kelsterbach, mit Blick auf den Audi A4 Avant von Herrn Haris Mihajlović, gibt zu Protokoll an die Einsatzleitung in Frankfurt am Main, dass die morgens aufgenommene Ware unverändert im Kofferraum des Zielwagens liegt.
14:43 Uhr - Haris Mihajlović hat mit seinem Kollegen die wertvolle Fracht aus Rußland im Norden Frankfurts angeliefert. Unregelmäßigkeiten haben die Detektive dabei nicht registriert. Die Menge an Kühlcontainer, die vom Logistikunternehmen am Flughafen Hahn aufgenommen wurde, ist auch komplett beim Fischgroßhandel in Frankfurt/Frischezentrum eingegangen.
„ZP (Zielperson) fährt Richtung Ausfahrt - ihr müsstet in Kürze Sichtkontakt haben!“ - geht der Funkruf an die Detektivkollegen außerhalb des Frischezentrum Frankfurt am Main.
14:45 Uhr - Nehmen die Detektivsachbearbeiterinnen und Detektivsachbearbeiter den DAF-LKW in der Josef-Eicher-Straße von Nieder-Eschbach auf. Mihajlović hat wohl den Verkehrsfunk im Radio mit abgehört, denn die Zielpersonen nehmen nicht die BAB 661 zurück zum Bad Homburger Kreuz, sondern fahren auf dieser Autobahn (Oberursel/Egelsbach) in Fahrtrichtung Egelsbach zum Offenbacher Kreuz. Hier gelangt der Ziel-LKW auf die Bundesautobahn 3 in Fahrtrichtung Köln.
15:09 Uhr - Via Bundesstraße 43 geht es nach Kelsterbach. Die Standbeobachtungsgruppe auf dem Betriebsgelände der Auftraggeberfirma, ist den Funkverkehr der Frankfurter Detektivkollegen mithörend, über die baldige Ankunft des LKW mit Herrn Mihajlović informiert.
- „ZP (Zielperson) ist bei uns - er steigt soeben aus - verabschiedet sich bei seinem Mitarbeiter, dem Fahrer des DAF, um den Bürotrakt mit Papieren in der Hand zu betreten!“
Umgehend nehmen die mobilen Detektivsachbearbeiter wieder ihre unterschiedlichen Beobachtungspositionen im Gewerbegebiet West von Kelsterbach ein.
15:30 Uhr - Schichtwechsel in der der Just-in-time Airfreight Express GmbH. Auch an den Wochenenden, müssen Transport- und Logistik in Frankfurt permanent und rund um die Uhr abgesichert werden.
15:39 Uhr - Der Selektivruf, abgegeben aus dem Standbeobachtungsfahrzeug, auf dem Betriebshof der Auftraggeberfirma, alarmiert die Wirtschaftsermittler aus Frankfurt am Main.
- „ZP (Zielperson) läuft in Richtung seines Fahrzeuges (Audi A4 Avant) - wirft einen Blick in den Laderaum - platziert sich hinter dem Steuer des Wagens und fährt zum Ausfahrtstor!“
15:40 Uhr - Die Beobachter folgen Herrn Haris Mihajlović durch Kelsterbach. Auf der Bundesstraße 40 gelangt die Zielperson nach Frankfurt am Main - Frankfurt Schwanheim - entlang dem Schwanheimer Ufer nach Frankfurt-Goldstein - über die Ausfahrt Lyoner Straße fährt er in das Gewerbegebiet Bürostadt Niederrad.
15:54 Uhr -
Mihajlović rast durch die recht leeren Straßen der Bürostadt, zu einem Hotel in Frankfurt-Niederrad in der Bruchfeldstraße. Offensichtlich ist er unter Zeitdruck, was für die Detektive von Vorteil ist.Die Zielperson hält direkt vor dem Hotel, steigt zügig aus, um die Heckklappe des Kombis zu öffnen. Noch während er das Lieferpaket, welches er morgens am japanischen Cargounternehmen in der CargoCity Süd am Frankfurter Flughafen in Empfang nahm entnimmt, begibt sich ein Ermittlerpärchen in die Lobby des Hotels.
15:56 Uhr - Herr Mihajlović nimmt die Lieferung mit in das Hotel. TUDOR´s Wirtschaftsdetektive halten die Beweise in Bild- und Berichtform gerichtsverwertbar fest. In der Lobby wartet, an einem Tisch platziert, eine männliche Person südeuropäischen Aussehens. Er winkt der Zielperson zu. Das Detektivpärchen, getarnt als Wochenendtouristen in Frankfurt, hat an einem der Nachbartische die perfekte Beobachtungsposition, um die Handlungen in Ton und Video festzuhalten.
Herr Mihajlović tätigt mit seinem Gegenüber in einer zum so genannten Balkansprachbund gehörenden Lingua die Konversation. Dabei übergibt er die Ware und erhält im Gegenzug ein Couvert mit Bargeld, das er unter der Tischkante haltend nachzählt. Circa zehntausend Euro haben die Detektivsachbearbeiter registriert. Nach kurzer Unterhaltung, einigen Scherzen und Schulterklopfen, verabschieden sich die Zielpersonen. Das Beobachtungsteam splittet sich auf. Gruppe I beobachtet Mihajlović weiter, während Gruppe II dem Empfänger der gestohlenen Ware folgt.
16:20 Uhr - Verfolgen die Detektive der Gruppe I, Herrn Haris Mihajlović nach Neu-Isenburg-Zeppelinheim. Er stellt den Audi unter dem Carport seines Anwesens ab, um dann das Haus zu betreten. Er bleibt weiter unter Beobachtung.
Zeitgleich verlässt auch der Empfänger der „heißen Ware“ das Hotel. Er verstaut das Paket in den Kofferraum eines schwarzen BMW 7er des Typs F02 mit dem amtlichen KfZ-Kennzeichen MTK - GV ..., steigt in die Luxuslimousine und fährt, verdeckt gefolgt von den Privatdetektiven, nach Lorsbach in den Taunus. Vor einem restaurierten Fachwerkhaus parkt er, steigt aus dem Fahrzeug um mit der Lieferung das Anwesen zu betreten.
Umgehend werden erste verdeckte Ermittlungen zur Identität dieser Person angestellt.
Nach Rücksprache mit der Einsatzleitung in Frankfurt, wird der Fahrer des BMW 7er mit dem Kennzeichen MTK - GV ..., Empfänger der von Haris Mihajlović übergebenen Ware, für den weiteren Verlauf der Beobachtung, zur Zielperson II erklärt und damit bis auf Widerruf, rund um die Uhr beobachtet.
17:00 Uhr - In der Kelsterbacher Zentrale der Just-in-time Airfreight Express GmbH, geht ein Anruf aus Stuttgart ein. Am Apparat ist der Abteilungsleiter Fertigung der Maschinenbau AG aus Schwaben. Er wird auf sein dringendes Verlangen hin, umgehend mit dem geschäftsführenden Gesellschafter der Just-in-time Airfreight Express GmbH, Herrn Karben verbunden -
- „Herr Karben, bei allem Respekt, so geht das nicht weiter!“ - kritisiert Herr Aich(*), der aufgebrachte Abteilungsleiter Fertigung der Maschinenbau AG, in scharfem Honoratiorenschwäbisch, seinem Geschäftspartner in den Hörer - „Wir benötigen dringend die bei Ihnen aus Kōbe angelieferten Elektronikteile - sonst steht in Kürze bei uns die Produktion still!“
- „Herr Aich, wir bitten vielmals um Entschuldigung, das Problem wird gegenwärtig, mit großem Aufwand unsererseits bearbeitet. Die Ersatzlieferung aus Japan, ist so zusagen bereits unterwegs nach Frankfurt am Main, denn wir haben heute in der früh Hinweise darauf bekommen, dass es möglicherweise zu einem Ausfall der Lieferung an sie kommen könnte und deshalb auf unsere Kosten umgehend reagiert!“
Gojko Vršac(*), fünfundvierzigjähriger Serbe aus Belgrad, mit unbefristetem Aufenthaltsstatus für die Bundesrepublik Deutschland, weil mit der fünfundfünzigjährigen deutschen Staatsbürgerin Birgit Messel verheiratet, ist als Halter des Zielwagens registriert. An Hand des, den Privatfahndern aus Frankfurt vorliegenden Fotos zur Person, wird der Fahrer des BMW MTK - GV ..., zweifelsfrei als Gojko Vršac identifiziert. Er ist an der Adresse in Lorsbach, wohin er auch die Ware gebracht hat gemeldet. Vršac gilt als skrupelloser Geschäftemacher mit langem Vorstrafenregister. Neben Betrug, Nötigung und Erpressung in Tateinheit mit Körperverletzung im nicht minder schweren Fall, ist er auch steuerrechtlich auffällig geworden und in diesem Zusammenhang noch mit einer Bewährungsstrafe belegt.
In Frankfurt am Main betreibt, nach aktuellem Ermittlungsstand, Вршац eine Import - Export - Firma, mit Niederlassung im Frankfurter Stadtteil Gallus in Nähe der Galluswarte. Seine Waren bezieht er vornehmlich aus der Türkei, der Volksrepublik China , Vietnam und dem Königreich Thailand. Nicht selten Plagiate, die er auf verschlungen Pfaden, immer wieder versucht in den EU-Raum einzuführen. Im Gegenzug „exportiert“ er gewinnbringend Technik bspw. in Regionen des Nahen und Mittleren Ostens, in den GUS-Raum und auf die Koreanische Halbinsel.
Auf Grund dieser Erkenntnislage, schalten die Auftraggeber, in enger Absprache mit Detektiv TUDOR, über den Wirtschaftsanwalt aus Frankfurt, die entsprechenden behördlichen Stellen in den Fall ein. Bis zum Eintreffen behördlicher Fahnder am Zielobjekt, sichern die Detektive im Taunus den Wohnsitz des Gojko Vršac ab.
18:33 Uhr - Zeppelinheim - Haris Mihajlović verlässt mit seiner Frau und den Kindern das Anwesen im Neu-Isenburger Stadtteil. Sie steigen in den Audi A4 Avant GG - …, um anschließend aus dem Wohngebiet zu fahren.
Die Frankfurter TUDOR-Detektive folgen weisungsgemäß.
18:36 Uhr - Gelangt Familie Mihajlović, Zeppelinheim verlassend, auf die Bundesstraße 44 in Fahrtrichtung Frankfurt Süd.
19:07 Uhr - Die Detektivsachbearbeiterinnen der Beobachtungsgruppe I folgen dem Zielfahrzeug auf das Areal einer U.S. amerikanischen Fast-Food-Kette. Mihajlović fährt an den Drive-in-Schalter, um hier aus dem Auto heraus, seine umfangreiche Bestellung aufzugeben.
19:15 Uhr - Der Ziel-Audi wird vom Burger-Imbiss-Areal in Frankfurt gefahren. Verdeckt folgen die privaten Ermittler aus Hessen. Noch einmal nimmt Herr Mihajlović das Karree um das amerikanische Generalkonsulat in Frankfurt. Über die Kreuzung an der Friedberger Warte, fährt die Zielperson nach Frankfurt-Bornheim in die Dortelweiler Straße und sofort abbiegend ins Neubaugebiet Valentin-Senger-Straße.
19:21 Uhr - Die Frankfurter Wirtschaftsdetektive der Firma Detektiv TUDOR dokumentieren, wie Familie Mihajlović eines der neu errichteten Mehrfamilienhäuser im nördlichen Bornheim betritt. Wenig später sind sie im Treppenhaus zu beobachten. Die Zielpersonen gelangen in die linke Wohnung im Obergeschoß. Umgehend nehmen die Detektivsachbearbeiter am Zugang zum Haus die Namen auf der Klingelleiste auf. Offensichtlich sind die Schilder der Anwohner auf der Klingelsektion, wie die Lage der Wohnungen sortiert. Oben links ist der Name Tešman Mihajlović verzeichnet. Die erfahrenen Detektivermittler stellen fest, dass es sich um den Wohnsitz des Bruders der Zielperson handelt, der hier erst jüngst mit seiner Freundin eingezogen ist. Im Rahmen der Familienzusammenführung, hat Tešman Mihajlović zunächst eine befristete Aufenthaltserlaubnis für die Bundesrepublik Deutschland.
19:30 Uhr - Nach Rücksprache mit der Einsatzleitung der Detektei TUDOR in Frankfurt, erhalten die Beobachtungsgruppen in einer telefonischen Lagebesprechung weitere Informationen zur Mitarbeiter-Überwachung Fallsache - ungeklärte Diebstahlsdelikte und Frachtmanipulation in der Just-in-time Airfreight Express GmbH. -
Herr Karben ist bereits mit behördlichen Kräften am Beobachtungsstandort Wohnsitz Gojko Vršac in Lorsbach (im Hochtaunus) eingetroffen. Mit Mitarbeitern der Einsatzleitung der Detektei TUDOR, die die behördlichen Kräfte über den Sachverhalt unmittelbar informieren, wird, weil Gefahr in Verzug ist, eine Hausdurchsuchung veranlasst. Ziel ist - die heutige und eventuell weitere, aus bzw. über die Just-in-time Airfreight Express GmbH aus Kelsterbach verschobene Waren, sicherzustellen und deren Verbleib zu ermitteln.
Herr Langen wird mit dem spezialisierten Rechtsanwalt aus Frankfurt in Kürze am Aufenthaltsort der Zielperson Haris Mihajlović, in Frankfurt Bornheim eintreffen. Im Beisein der Detektivsachbearbeiter und Mitarbeitern der Einsatz- und Geschäftsleitung der Firma Detektiv TUDOR, soll Mihajlović noch vor Ort mit den Ergebnissen der heutigen Beobachtungen und Ermittlungen konfrontiert und damit zu einem vollständigen Geständnis bewogen werden.
19:45 Uhr - Gojko Vršac wird vorläufig festgenommen. Neben der heute von Haris Mihajlović in Empfang genommenen Ware, wurden andere eindeutige Beweise gesichert die belegen, dass er gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen hat.
Herr Haris Mihajlović sitzt derweil, noch völlig unter Schock, im Vernehmungsfahrzeug der Detektei TUDOR. Er habe aus einer finanziellen Notlage heraus gehandelt, denn die Tilgungskosten für das Haus in Zeppelinheim sowie familiäre Belastungen seien ihm einfach über den Kopf gewachsen. Mittels geschickter Umdeklarierungen, er hatte vollen Zugriff auf das logistische IT-Netzwerk der Firma, gelang es ihm, regelmäßig Warenlieferungen, wie heute beobachtet, aus dem Versandprozess herauszulösen, ohne dass die Revision schlüssig klären konnte, wo und wie die Lieferungen den Logistikweg verlassen hatten.
- Er selbst, voll geständig, schätzt den Schaden auf weit über 150.000,- $.
Detektiv TUDOR - Detektei bei Wirtschaftskriminalität, ist seinem Ruf wieder voll gerecht geworden - als eine der führenden europäischen Detekteien, effizient - bei höchster Aufklärungsquote, hieb- und stichfeste Gerichtsbeweise zu erarbeiten.

Anmerkung:
(*) Namen der Beteiligten sowie Orts- und einige Detailangaben wurden aus Diskretionsgründen geändert. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Auftraggeber.
(*) Namen der Beteiligten sowie Orts- und einige Detailangaben wurden aus Diskretionsgründen geändert. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Auftraggeber.

