Beobachtung in Kiel - Diebstahl zum privaten Vorteil!


Der Bezirksschornsteinfegermeister ist zur Überprüfung sämtlicher Schornsteine, Feuerstätten, Verbindungsstücke und Lüftungsanlagen oder ähnlicher Einrichtungen auf ihre Feuersicherheit in den Gebäuden, Schornsteinfegerin denen er Arbeiten nach den Rechtsverordnungen nach § 1 Abs. 1 Satz 2 und 3 des SchfG. (Schornsteinfeger-Handwerksgesetzes) oder der Kehr- und Überprüfungsordnung, der Verordnung über Kleinfeuerungsanlagen - 1. BImSchV oder den landesrechtlichen Bauordnungen auszuführen hat, durch persönliche Besichtigung innerhalb von fünf Jahren, und zwar jährlich in einem Fünftel seines Bezirks (Feuerstättenschau) verpflichtet.

In diesem Jahr hat sich der Schornsteinfeger mal wieder zur Kontrolle des Anwesens der Familie Rasmus im Kieler Stadtteil Pries angemeldet. Claus Rasmus(*), wird den „schwarzen Mann“ persönlich in Empfang nehmen können, denn in dieser Woche ist er für die Spätschicht eingeteilt. Nachdem Claus R. über viele Jahre als Tankwagenfahrer tätig war, musste er aus gesundheitlichen Gründen diesen Job aufgeben. Vom Arbeitgeber, einem Mineralölkonzern, bekam R. die Möglichkeit, eine Tätigkeit im Kieler Hafen auszuüben, wo sich eine Betankungsanlage für Hochseeschiffe des Unternehmens befindet. Rücken schonend, anders als auf dem Sitz seines Trucks, hat Herr Rasmus hier die Möglichkeit „durch Knöpfchendrücken“ in Lohn und Brot zu bleiben. Mit seinen Ende vierzig Jahren, hätte der unterqualifizierte Kieler in der strukturschwachen Region nur wenig Chancen, beruflich noch mal durchzustarten.

Nach Abschluss der Kaminreinigung bittet der amtliche Schornsteinfeger Herrn Rasmus um ein Gespräch -
  • „Schauen sie mal, ich hatte bei der letzten Kehrung in ihrem Abzug erhöhte Schwefelanteile registriert. Das kann schon mal vorkommen, wenn Heizöl mit höherem Anteil an Sulfur geliefert wird. In diesem Jahr aber hat sich, gut sichtbar an der von mir entnommenen Probe, die abgelagerte Schicht an Schwefel und schwefelhaltigen Verbindungen, nochmals erhöht. Da stimmt etwas nicht. Womit beschicken sie denn eigentlich ihren Brenner? Ist das handelsübliches Heizöl in ihrem Tank?“.
Mit hochrotem Kopf stammelt Claus R. etwas, um dann übermäßig laut zu entgegnen, dass selbstverständlich Heizöl im Tank des Hauses gebunkert wurde -
  • „Was denn auch sonst?“ - rechtfertigt er sich.
Offensichtlich im Zweifel, verlässt der Schornsteinfeger das Anwesen. Die entnommene Probe, informiert er Herrn Rasmus, wird einer Analyse unterzogen.

Vierzehn Tage später flattert Familie Rasmus ein förmliches Schreiben ins Haus, dass in Kürze eine Inspektion der Mobilen Kontrollgruppe des Hauptzollamts für Heizölkontrollen bei ihnen geplant ist, man möge den ungehinderten Zugang zur Heizungsanlage, dem Öltank und dem Einfüllstutzen ermöglichen. Des Weiteren werden die Lieferpapiere der letzten drei Heizöllieferungen benötigt.

Mitten in der Woche, ohne vorherige nochmalige Terminpräzisierung, klingelt es morgens um acht Uhr am Einfamilienhaus Familie Rasmus in Kiel-Pries. Zwei Beamte des Landesfinanzministeriums stehen in Overalls vor der Tür -
  • „Moin. Wir kommen, wie angekündigt zur Heizölkontrolle!“ - erklären sie der verdutzt drein schauenden Hausherrin.
  • „Mein Mann hat aber Frühschicht. Er ist schon außer Haus!“ - versucht Frau Rasmus die Zöllner abzuwimmeln.
Ohne sich davon beeindrucken zu lassen, bestehen die berufserfahrenen Beamten auf den Einlass -
  • „Im Rahmen der letzten Feuerstättenschau wurde uns der Verdacht einer Unregelmäßigkeit bzw. Verstoß gegen das Energiesteuergesetz (EnergieStG) gemeldet. Dem gehen wir heute, im Rahmen einer amtlichen Kontrolle, nach!“.
Aus dem Öltank im Keller des einzeln stehenden Hauses ziehen die Fahnder eine Probe. Danach folgt eine ausgiebige Sichtprüfung der Brenneranlage und die Kontrolle der Lieferpapiere der letzten Heizöllieferungen. Hier werden die Prüfer stutzig -
  • „Sehr geringer Verbrauch den sie für das Haus haben. Das liegt ja weit unter dem, was auch durch bestes Sparen nicht erreicht werden könnte!“ - sprechen sie darauf hin Frau Rasmus an,
die leicht stotternd erwidert -
  • „Jo, wir ziehen uns lieber einen Pullover mehr an, seit durch die so genannte Ökosteuer die Kosten für Energie so gestiegen sind!“.
Stirnrunzelnd beenden die Mitarbeiter der Behörde Kiel die Inspektion. Die Auswertung der entnommenen Heizölprobe aus dem Vorratstank der Rasmusens verläuft ohne Beanstandungen. Beimischungen oder anderweitige Manipulationen lassen sich nicht nachweisen.

Noch am gleichen Tag fahren die Inspekteure der Mobilen Kontrollgruppe des Hauptzollamts für Heizölkontrollen von Pries über Kiel-Holtenau, Prinz-Heinrich-Straße, Nord-Ostsee-Kanal zum Oslokai.nord-ostsee-kanal Dort ist Claus Rasmus für die Betankung der Fährschiffe mit verantwortlich. Bei dem unmittelbaren Vorgesetzten Herrn R. führen die Finanzbeamten ihre Ermittlungen fort. Es kommt ganz konkret zur Sprache, in wie weit es für Mitarbeiter der Betankungsanlagen möglich ist, Schiffskraftstoffe für private Zwecke abzuzweigen und ob dies bezüglich Verluste zu verzeichnen sind.

Ja, man habe durchaus Fehlmengen an Schweröl zu verzeichnen. Dieser dient als Kraftstoff für Schiffsdieselmotoren und ist in der Anlage in großer Menge gebunkert. Tropf- und Verdunstungsverluste seinen normal, aber die festgestellten Mengen, lassen sich damit nicht erklären. Mit diesen Angaben müssen sich die Beamten zufrieden geben. Nach dem Abschlussbericht werden die Untersuchungen in der Sache zunächst eingestellt. Aus datenschutzrechtlichen Gründen, ist der Gegenstand der Befragungen, Anzeige des Bezirksschornsteinfegermeisters gegen Claus Rasmus, dem Arbeitgeberunternehmen nicht benannt worden. Die Geschäftsleitung des Mineralölkonzerns, Niederlassung Kiel, ist jedoch hellhörig geworden. Man stellt sich die Frage, warum so zielgerichtet wegen Verdachts des Diebstahls zum privaten Vorteil, von Amt wegen ermittelt wird. Schließlich kommt das Unternehmen zu der Entscheidung, in Eigeninitiative eine befristete Überwachung der Anlagen durchführen zu lassen, um der Sache auf den Grund zu gehen.

In Bedürftigkeiten zum »Personenschutz, hatte der Konzern wiederholt in den zurück liegenden Jahren die Leibwächter der Firma Detektiv TUDOR aus Frankfurt am Main in Anspruch genommen.

Telefon: 0 69 / 29 45 95 oder 0 69 / 29 46 52


Immer haben die Sachbearbeiter der Detektei aus Frankfurt, selbst bei brisanten Einsätzen, zur vollsten Zufriedenheit des Managements ihre Aufgaben als Bodyguards erfüllt. Den Auftraggebern ist deshalb auch bekannt, dass die „TUDOR-Leute“ nicht nur als Personenschützer hervorragend geschult sind, sondern auch und gerade als Detektive über mehr als vierzig Jahre Erfahrung in Europa und Übersee gesammelt haben. Schnell und unkompliziert kommt das Treffen zwischen der Geschäftsleitung des Auftraggeberunternehmens aus Kiel und der Unternehmensleitung der Detektei Detektiv TUDOR aus Frankfurt am Main zustande.
Im Ergebnis der Auftragsbesprechung in Kiel, ergeht an Detektei TUDOR die Vollmacht, nach eigenem Ermessen auf dem Betriebsgelände eine »Beobachtung so zu organisieren, dass über einen Zeitraum von 14 Tagen, die relevanten Anlagen einer permanenten Kontrolle unterliegen.

Geschickt, auf der Grundlage unzähliger Beobachtungen deutschlandweit, in Europa und Übersee, entwickeln die Sachbearbeiter der Privatdetektei TUDOR unter einem sachlichen Vorwand die Legende, als Elektriker auf dem Zielareal Elektroinstallationsarbeiten durchführen zu müssen. Somit kann das Beobachtungsequipment auf dem Gelände postiert werden, ohne bei der Belegschaft für Aufsehen zu sorgen.

Tag 1 der Beobachtung in Kiel

Es ist ein Sonntag, an dem die Detektive aus Frankfurt ihre vollständige Einsatzbereitschaft an die Zentrale melden. An den neuralgischen Punkten sind die Detektiv-Sachbearbeiter in Stellung gegangen. Kieler MuseumshafenVon dort aus können sie sehen, ohne von außen gesehen zu werden. Mittels Foto- und Videotechnik halten die TUDOR-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Beweise fest, die später in detaillierte, minutiös erstellte Beobachtungsberichte einfließen.

Stunden vergehen ohne das relevante Ereignisse registriert werden. Die Kollegen des Mineralölkonzerns in Kiel arbeiten kontinuierlich. Fährschiffe und Schlepper werden betankt, nebenher, wie es der Arbeitsplan auch vorsieht, die Anlagen gereinigt und gewartet.

Die Nachtschicht von Sonntag auf Montag kommt zur Ablösung. Mit seinem VW T5 Multivan fährt Claus Rasmus auf das Betriebsgelände. Er parkt den mit abgedunkelten Scheiben bestückten Van auf den Mitarbeiterparkflächen. Relativ ruhig und ohne besondere Vorkommnisse verläuft die Nacht. Weder Herr Rasmus noch einer seiner Kollegen zeigen irgendwelche Auffälligkeiten. Sicher, sind einige Tropfmengen an Kraftstoff nicht immer so umwelttechnisch entsorgt worden, wie es die strengen Regeln hierfür vorschreiben. Mal landet ein Öl verschmierter Lappen in der normalen Mülltonne, dann wieder wird Schweröl als Lösungsmittel bzw. Schmiermittel bei Reinigungsarbeiten benutzt. Diese relativ leichten Vergehen, lassen messbare Verluste aber nicht erklären und sollten später dem Management lediglich als Anregung für erhöhten Arbeits- und Umweltschutz dienen.

An den folgenden drei Beobachtungstagen sind die Arbeitsabläufe weitestgehend unverändert.

Die beobachteten Tankvorgänge decken sich in Zeit und Menge mit der Buchführung des Auftraggeber-Unternehmens.

Ein Zwischen-Meeting, Detektiv TUDOR - Geschäftsleitung des Mineralölkonzerns/Niederlassung Kiel, wird für den Mittwoch angesetzt. Man kommt überein, Geduld zu wahren und die Beobachtung mit gleicher Kontinuität fortzusetzen. An die Geschäftsleitung wurden bezüglich der als Elektromonteure getarnten Detektive keine Bemerkungen seitens der Belegschaft herangetragen. Die Legende funktioniert und hält.

Ohne sich aus der Ruhe bringen zu lassen, beobachten die Sachbearbeiter der Firma Detektiv TUDOR aus Frankfurt am Main weiter, rund um die Uhr in wechselnden Schichten, das Zielgebiet. Nur zu gut wissen die Beobachter, dass das Detektivhandwerk oftmals unendliche Geduld erfordert. Zum Ziel ist die erfolgreiche Detektei aus dem Rhein-Main-Gebiet bisher immer gekommen.

Nachtschicht von Freitag auf Samstag.

Danach wird ein Wechsel der Schicht-Mannschaften vollzogen. Also die Nacht- tritt die Spätschicht an, die Frühschicht geht in die Nachtschicht, usw.

Pünktlich auf die Minute fährt Claus Rasmus, wie jeden Abend, mit seinem VW-Bus auf einen der PKW-Abstellplätze für Personal. Die geschulten Augen der Sachbearbeiter der Detektei TUDOR, bemerken heute aber umgehend relevante Veränderungen. Zum einen wirkt Herr Rasmus sichtlich nervöser als an den Tagen zuvor und zum anderen schaut er, bevor er den Wagen verschließt, noch einmal von Außen durch die stark getönten Scheiben in das Fahrzeug, so als würde er testen, ob, wer auch immer, im Frachtraum etwas entdecken könnte.

Als die Stunden der absoluten Ruhe in den betrieblichen Abläufen auf dem Zielgelände, haben die TUDOR-Detektive, in den vergangenen Tagen und Nächten, die Zeit zwischen zwei Uhr und drei Uhr nachts herausgearbeitet. Jeder der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, auch Kolleginnen und Kollegen anderer Service-Betriebe im Hafengebiet, genehmigen sich in dieser „stillen Stunde“ eine „Mütze Schlaf“ so zusagen. Genau deshalb, aus der Erfahrung heraus, sind die Sachbearbeiter der Detektei TUDOR in absoluter Alarmbereitschaft. So viel hat die vergangene Beobachtungswoche aufgezeigt, wenn sich jemand am Zapfhahn bedienen will, dann wäre dies ein günstiger Moment, um unbeobachtet die Strafhandlung zu vollziehen.

Alles ruht auf dem Zielgelände. Als die Uhr fünfzehn Minuten nach zwei anzeigt, tritt Claus Rasmus in Erscheinung. Zielperson steigt in seinen VW T5, um ohne das Licht eingeschaltet zu haben langsam, nur mit Standgas, Diesel-tankRichtung Tankanlage zu rollen. Es sind aus dem Spritbunker kommend, verschiedene Schlauchgrößen verfügbar. Diese lässt Claus R. aber völlig außer acht. Er öffnet leise die Heckklappe seines Bus. Dann steckt er mehrere etwa "1 Zoll-Alu-Rohre (Außendurchmer von ~33 mm) teleskopartig aufeinander, bis eine Länge von etwa vier Meter entstanden ist. Dieses Rohr schiebt er durch ein Entgasungsloch in den Schwerölbunker. Ein flexibles Verbindungsstück am Rohrende, verbindet R. mit einer Elektropumpe, die in seinem Privatwagen installiert ist. Aus einer der Beobachtungspositionen der Sachbearbeiter ist zu erkennen, dass im geräumigen Volkswagen ein Kunststoffbehälter mit etwa 1 m3 Fassungsvermögen montiert ist. Hierin verbringt Claus Rasmus das abgesaugte Schweröl.

Das Geschehen dokumentieren die Beobachter mit ihren empfindlichen Spezialkameras detailliert. Plötzlich, das Behältnis im VW ist bereits bis zur Hälfte gefüllt, zuckt Claus R. zusammen. Das Geräusch der, wie jede Nacht, aufklatschenden Schweinswalschwanzflosse hatte die Zielperson sichtlich fast zu Tode erschreckt. Er schaut verdutzt aufs Hafenwasser, entdeckt aber ohne Restlichtverstärker, den die Detektive nutzen, nichts.

Kurz vor drei.

Der VW Bus ist sichtlich in die „Knie“ gegangen, sprich die fast eine Tonne Zusatzgewicht an Schweröl sind für das geübte Auge nicht zu übersehen, obgleich Rasmus das Behältnis mit einer Plane verdeckt hat. Er verstaut seine Saugutensilien im Wagen, um das Fahrzeug leise und langsam zurück zur Parkfläche zu bugsieren. Keiner der Betriebsangehörigen hatte sich in der letzten Stunde blicken lassen. Claus Rasmus wurde wieder mal nicht erwischt.

Am Morgen, bei Schichtende, folgen die Sachbearbeiter der Zielperson auch mobil mit den im Außenbereich postierten Einsatzwagen.

Sehr gemächlich fährt Claus R. mit seiner sensiblen Fracht, an diesem Samstag Morgen durch Kiel. Die Detektive folgen geschickt entlang dem Hindenburgufer, Bundesstraße 503 vorbei an der Schleuseninsel des Nord-Ostsee-Kanals Richtung Pries. An seinem Wohnsitz angelangt, postieren sich die Detektive sogleich in der ruhigen Einfamilienhaussiedlung mit Blick auf das Anwesen Familie Rasmus. Damit gelingt es auch das Verbringen des entwendeten Schweröls in das Zielobjekt zu dokumentieren.

Aus dem Anwesen hangelt R. einen Schlauchstutzen mit 1-Zoll-flexiblem Rohr durch das kleine Kellerfenster nach Außen. Daran schließt er den Schlauch des 1 m3-Behälters aus seinem Kleinbus an und schon sprudelt das Öl sprichwörtlich nur so.
  • „Eine nette Ölquelle, die der Rasmus da entdeckt hat!“ - scherzen die Ermittler der Detektei TUDOR über ihre Funkgeräte miteinander, erfreut darüber, dass die vielen Stunden des geduldigen Wartens nun endlich gefruchtet haben.
Weil seitens des Auftragsgeberunternehmens nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann, dass es noch weitere Mittäter in den eigenen Reihen gibt und um auch die Wiederholungstätigkeit des Claus Rasmus nachzuweisen, werden die Beobachtungen bis auf Widerruf fortgesetzt.

Eine Woche vergeht. Wieder ist es die Nacht von Freitag auf Samstag, die für die Ermittlungen interessant werden soll. Claus Rasmus beendet heute seine Spätschicht. In der zurückliegenden Werkswoche hatte sich weder R. noch andere Mitarbeiter an den Brennstoffvorräten vergriffen.

Tatsächlich sollte Claus R. nach seiner Ablösung gegen 22:00 Uhr das Betriebsgelände verlassen. Die Detektiv-Sachbearbeiter der Detektei TUDOR beobachten aber, dass sich R. zwar bei seinen Kollegen in das Wochenende verabschiedet, dann aber mit seinem T5 das Areal nicht tatsächlich verlässt, sondern in einem mitgebrachten Schlafsack im Kleinbus schläft.

Niemand registriert, dass der Wagen des Mitarbeiters auf der PKW-Abstellfläche geparkt bleibt.

In stockdunkler Nacht wagt sich Claus R. aus seinem Versteck. Er Check das Areal zunächst sorgfältig ab. Als er die Luft für rein hält, beginnt nach genau dem gleichen Muster wie eine Woche zuvor, seine Prozedur. Noch in der Nacht schleicht sich die Zielperson mit voll gefülltem Zusatz-Tank vom Fährhafengelände.

An seinem Anwesen in Kiel-Pries steht ein Beobachtungsfahrzeug stationiert. Mit Nachtsichttechnik dokumentieren die Detektive das Verklappen des Schweröls in den Kellertank des Einfamilienhauses Rasmus.

Damit werden die Ermittlungen bzw. Beobachtungen abgeschlossen. Die Beweislage ist eindeutig. Der Verdacht des Bezirksschornsteinfegermeisters war also nicht unbegründet.

Mit dem erdrückenden Beobachtungsmaterial der Detektei TUDOR konfrontiert, gesteht Claus R. das seit mehreren Jahren regelmäßig entwendete Schweröl aus der Betriebsstätte seines Arbeitgebers zum Verfeuern in seiner privaten Heizungsanlage verwendet zu haben. Ein guter Bekannter hatte ihm den Brenner so umgebaut und eingestellt, dass das Gerät mit dem chemisch veränderten Brennstoff arbeiten konnte. Den hohen Schwefelanteil aber konnte R. nicht manipulieren. Wie ein Fingerabdruck legt sich dieser, Schicht für Schicht, mit dem Ruß im Kamin ab.

Wie aber war es C. Rasmus gelungen, den unversteuerten Heizstoff an den Fahndern der Mobilen Kontrollgruppe des Hauptzollamts für Heizölkontrollen vorbei zu bunkern?

Dafür hatte R. in den Boden des Kellers einen zweiten Tank eingelassen und geschickt mit einem Holzbohlenboden verdeckt. Den Anschlußschlauch an den Brenner konnte er mittels Schnellverschluß jederzeit zwischen legalem Heizöltank und verstecktem Schweröltank wechseln.

Neben dem strafrechtlichen Aspekt des Diebstahls und der Steuerhinterziehung, kommt auf Herrn Rasmus in einem Zivilverfahren die Erstattung der »Detektivkosten zu.

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Anmerkung:
(*) Namen der Beteiligten sowie Orts- und einige Detailangaben wurden aus Diskretionsgründen geändert. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Auftraggeber.